Sie befinden sich hier:

Startseite > Arztbesuch > Untersuchungen & Behandlungen > Blutsenkung

Blutsenkung

Stand: 28. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Blut besteht aus zwei Anteilen: Dem flüssigen Blutplasma und den Blutzellen. Normalerweise sind die festen Blutbestandteile, also die Blutzellen, im Blutplasma gelöst. Die Blutzirkulation hält sie in der Schwebe. Außerhalb des Körpers (in vitro), zum Beispiel im Reagenzglas oder in Spritzen, kommt es im Blut zur Sedimentation, auch Blutsenkung genannt. Das heißt die festen Bestandteile des Bluts setzen sich gegenüber der flüssigen Phase ab. Für diesen Effekt ist es aber notwendig, dass chemische Zusätze die Blutgerinnung in der entsprechenden unterdrücken.

Eine Vielzahl krankhafter Veränderungen führt zu einer Beschleunigung der Blutsenkung. Die Ursache für die Beschleunigung hängt mit der Bildung bestimmter Eiweiße zusammen. Unter deren Einwirken ballen sich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) verstärkt zusammen und beschleunigen so die Blutsenkung. Dieses Zusammenballen wird als Agglomeration bezeichnet – die beteiligten Eiweiße heißen entsprechend Agglomerine. Neben solchen beschleunigenden Faktoren gibt es auch Faktoren, die die Blutsenkung verlangsamen. Hierzu gehören vor allem entzündungshemmende Medikamente wie Indometacin oder Kortikoide.

Die Bestimmung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit ist weit verbreitet und Ärzte wenden sie häufig an, obgleich das Resultat wenig charakteristisch für bestimmte Erkrankungen ist. Beispielsweise findet sich bei allen entzündlichen Prozessen sowie bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen eine Beschleunigung der Blutsenkung. Ein standardisiertes Verfahren zur Bestimmung stellt die Methode nach Westergren dar. Hier wird die Blutkörperchensenkung in Millimeter pro Zeiteinheit registriert.

Normalwerte

Männer Frauen
nach der 1. Stunde 3-15 mm 6-20 mm

Die Bestimmung des Zwei-Stunden-Werts der Blutsenkung ist zwar ebenfalls üblich, bringt aber keinen wesentlichen Informationsgewinn.

Bei Personen ab einem Alter von 50 Jahren steigt der obere Referenzwert beim Mann auf 20 mm und bei der Frau auf 30 mm.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Blutsenkung

Das könnte Sie auch interessieren

Untersuchung & Behandlung

Untersuchung & Behandlung

Von A wie Augenlaser-Operation bis Z wie Zahnimplantat.Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Untersuchungen, Verfahren und Behandlungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.