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BlutgerinnungStand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion AllgemeinesUnter Blutgerinnung versteht man das Festwerden oder Stocken des Bluts. Im Normalfall kann das Blut seine Aufgaben nur im flüssigen Zustand erfüllen. Reißt zum Beispiel ein Blutgefäß ein, verhindert die Blutgerinnung, dass zu viel Blut aus dem verletzten Gefäß austritt. Ohne das System der Blutgerinnung würden selbst kleinere Verletzungen zu einem nicht beherrschbaren Blutverlust führen. Die Blutgerinnung ist ein komplexes Zusammenspiel aus unterschiedlichen Zellen wie den Blutplättchen (Thrombozyten), verschiedenen sogenannten Gerinnungsfaktoren und Botenstoffen. Man unterscheidet Faktoren, die die Gerinnung fördern (thrombogene Substanzen) und diejenigen, welche die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) verhindern oder sie auflösen (antithrombotische, thrombolytische Substanzen). Normalerweise herrscht im Körper ein Gleichgewicht Blutgerinnung und Gerinnselauflösung die Waage halten. Verschiedene Ursachen (z.B. Erkrankungen oder Medikamente) können das komplexe Zusammenspiel der einzelnen Blutbestandteile allerdings stören. Das Gleichgewicht kann sich dann zum Beispiel in Richtung Gerinnung verschieben – Gerinnsel können entstehen und Blutgefäße verengen oder ganz verstopfen (Thrombose). Kippt das Gleichgewicht ins Gegenteil, überwiegt die sogenannte Fibrinolyse. Das Blut gerinnt dann nicht oder nicht schnell genug – verletzt sich ein Betroffener, kann er unter Umständen viel Blut verlieren. Äußere (extrinsic) und innere (intrinsic) Prozesse steuern die Blutgerinnung. Sie aktivieren unterschiedliche Bestandteile im Blut, die dann eine Kette von Prozessen anstoßen, die letztendlich zum Verschluss einer Gefäßverletzung führen. Um Störungen der Blutgerinnung zu identifizieren, bestimmt der Arzt die sogenannten Gerinnungsparamete. Diese Blutuntersuchung dient aber auch der Kontrolle bei bekannten Blutgerinnungsstörungen: Bei Menschen, deren Blut leicht gerinnt und bei denen deshalb leicht Blutgerinnsel entstehen, kann es zu Thrombosen oder Embolien kommen. Um dem vorzubeugen, erhalten die Betroffenen Medikamente, sogenannte Antikoagulanzien. Damit der Arzt den Verlauf und die Wirksamkeit der Therapie kontrollieren kann, muss er bei diesen Patienten Blut abnehmen und die Gerinnungswerte bestimmen. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaBlutgerinnungDas könnte Sie auch interessieren
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