Startseite > Arztbesuch > Untersuchungen & Behandlungen > Blutentnahme > Was passiert bei der Blutentnahme?
Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Bei der Blutentnahme entnimmt der Arzt dem Untersuchten die benötigte Menge Blut – maximal etwa 30 Milliliter. Er verwendet dabei Röhrchen, die speziell für die Blutentnahme und die anschließende Blutuntersuchung vorgesehen sind. Der Blutverlust durch die Blutentnahme ist nicht gefährlich. Manchmal ist der Einstich etwas schmerzhaft.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Blutentnahme:
Kapillaren sind winzige Blutgefäße, die überall im Gewebe liegen. Durch einen kleinen "Piekser" in den Finger oder das Ohrläppchen kann man das Kapillarblut mit Hilfe eines kleinen Röhrchens entnehmen. Bei Säuglingen lässt sich Kapillarblut oft auch an der Ferse entnehmen. Die kapilläre Blutentnahme aus ist die beste Möglichkeit, wenn nur kleine Blutmengen benötigt werden, zum Beispiel bei der regelmäßigen Blutzuckerbestimmung von Diabetikern.
Venen sind die zum Herzen hinführenden Gefäße, also diejenigen, die sauerstoffarmes Blut enthalten. Werden größere Mengen Blut benötigt, so führt der Arzt eine venöse Blutentnahme zumeist an einer Vene in der Armbeuge des Patienten durch. Die venöse Blutentnahme wird zum Beispiel bei der Blutspende eingesetzt.
Arterien sind die vom Herzen wegführenden Gefäße – also diejenigen, die sauerstoffreiches Blut enthalten. Arterielles Blut entnimmt man nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei der Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut, welcher sich nicht anhand des Venenbluts feststellen lässt. Die arterielle Blutentnahme erfolgt hierbei aus Arterien der Leiste oder des Handgelenks.
EDTA-Blut ist mit Ethylene Diamine Tetraacetic Acid (Ethylendiamintetraessigsäure) versetzt. Dieser Zusatz verhindert, dass das Blut gerinnt. Das geschieht folgendermaßen: EDTA bindet das Kalzium im Blut. Ungebundendes Kalzium spielt allerdings eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung – fehlt, kann das Blut nicht gerinnen.
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