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Blutdruckmessung

Blutige Blutdruckmessung

Stand: 30. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Neben der indirekten Blutdruckmessung gibt es außerdem die direkte (blutige, invasive) Blutdruckmessung. Der Arzt kann dabei den Blutdruckan verschiedenen Gefäßabschnitten, aber auch im Herzen selbst messen. Dazu führt er einen Katheter in die Arterie ein, der entweder an seiner Spitze ein kleines Manometer enthält oder an seinem äußeren Ende einen Druckabnehmer.

Bei dieser Blutdruckmessung ist in der Regel die Öffnung des Katheters dem Blutstrom entgegen gerichtet. Daher erhält man bei dieser Messmethode etwas höhere Werte als bei der Messung des statischen Drucks. Der statische Druck ist jener, der von innen gegen die Gefäßwände drückt und sie offen hält. Bei der invasiven Blutdruckmessung misst der Katheter zusätzlich noch den dynamischen Druck, den das strömende Blut ausübt.

Die direkte Blutdruckmessung kommt heutzutage vor allem während großer Operationen oder bei Patienten, die eine intensivmedizinische Überwachung benötigen, zum Einsatz. Im Gegensatz zur indirekten Blutdruckmessung liefert dieses Verfahren genauere Blutdruckwerte. Um Verwechslungen und daher Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollte die Abkürzung "RR" für den Blutdruck nur dann verwendet werden, wenn dieser auch tatsächlich nach der Riva-Rocci -Methode gemessen wurde. Einen "blutig" gemessenen Blutdruck vermerkt der Arzt dagegen mit "BD" (Blutdruck) oder "BP" (blood pressure).

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