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Stand: 12. Dezember 2012Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland
Bei einer Biopsie (Gewebeprobenentnahme) entnimmt der Arzt während eines kleinen Eingriffs Gewebematerial (z.B. Haut, Organgewebe, Knochenmark) und lässt dieses anschließend von einem Pathologen im Labor untersuchen.
Ziel der Biopsie ist es, mögliche krankhafte Veränderungen eines Organs beziehungsweise des untersuchten Gewebes zu erkennen, so zum Beispiel einen bösartigen Tumor in der Brust (Brustkrebs), eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis), eine Prostatavergrößerung, eine Leberzirrhose, Schilddrüsenerkrankungen, bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems (bspw. Leukämie) und vieles mehr.
Mithilfe von speziellen Geräten ist es heutzutage möglich, von fast allen Geweben des Körpers Proben zu entnehmen. Mediziner unterscheiden dabei diverse Biopsie-Verfahren:
In der Regel birgt eine Biopsie nur wenige Risiken und Komplikationen, etwa Nachblutungen oder Entzündungen der Einstichstelle in der Haut und/oder der Stelle, aus welcher der Arzt das Gewebe entnommen hat. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, desinfiziert der Arzt daher die entsprechende Hautstelle vor der Biopsie gründlich.
Die entnommene Gewebeprobe schickt der Arzt zur genauen Untersuchung ins Labor. Dort analysiert der Pathologe das Gewebematerial und schaut nach, ob bösartige Veränderungen bestehen. Anhand der Untersuchungsergebnisse des Pathologen kann der Arzt dann eine entsprechende Therapie verordnen oder einleiten, beispielsweise die operative Entfernung eines bösartigen Muttermals.
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