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Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
Forum Chronische Schmerzen
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Stand: 27. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Autogenes Training ist eine Selbstentspannungsmethode, bei der die Autosuggestion (griech. autós = selbst, lat. suggestio = Eingebung) eine große Rolle spielt. Die Suggestion – also die psychische Beeinflussung von Vorstellungen, Denken und Handlungen einer Person – ist als eines der ältesten und am häufigsten verwendeten Heilmittel ein historisches Mittel in der Medizin. So findet sich bereits in einem ägyptischen Papyrus (Papyrus Ebers) aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts vor Christus ein Bericht über suggestive Behandlungsmaßnahmen: Lege die Hände auf ihn, um den Schmerz der Arme zu beruhigen, und sage, dass der Schmerz verschwinden wird.
Der britische Chirurg James Braid bearbeitete als Erster (im Jahr 1843) die sogenannte Hypnose als eines der bedeutendsten Suggestiv-Verfahren der Neuzeit wissenschaftlich. Er erkannte die physiologischen und psychischen Voraussetzungen des künstlich hervorgerufenen schlafähnlichen Zustands, dem er den Namen Hypnose gab. Braid beschäftigte sich mit deren therapeutischer Anwendung bei Nervenstörungen. Der deutsche Hirnforscher Oskar Vogt beschäftigte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an Braid vor allem mit der praktischen Bedeutung der Selbst-Hypnose: Er wendete diese als prophylaktische Ruhepause an, mit der die Betroffenen wachsenden Erregungs- und Anspannungssituationen begegnen sollten. Auf Basis dieser Methode entwickelte der Nervenarzt Johann Heinrich Schultz (1884-1970) schließlich 1932 das autogene Training als Selbstentspannungstechnik. Vor allem in Europa findet autogenes Training nach Schultz heute breite Anwendung – wie zum Beispiel in Alltagssituationen, im Bereich der Psychotherapie, bei Asthma bronchiale, rheumatischen Erkrankungen oder Schlafstörungen.
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