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Augenlaser-Behandlung

Risiken und Komplikationen

Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Grundsätzlich birgt eine Augenlaser-Behandlung wie jeder operative Eingriff gewisse Risiken in sich. Probleme und Komplikationen bei einer korrekt durchgeführten Augenlaseroperation durch photorefraktive Keratektomie, LASIK, Femto-LASIK, Epi-LASIK oder LASEK sind jedoch selten: Das Risiko schwerwiegender Komplikationen bei diesen per Augenlaser erfolgenden Behandlungen beträgt weniger als ein Prozent.

Um die mit einer Augenlaser-Behandlung verbundenen Risiken so gering wie möglich zu halten, sind eine gründliche Untersuchung und seriöse Beratung vor dem Eingriff wichtig: Nur so kann der Augenarzt feststellen, ob eine Laserbehandlung der Augen überhaupt infrage kommt und welche Methode am besten geeignet ist. Eine Behandlung per Augenlaser bringt grundsätzlich folgende Risiken mit sich:

  • Durch die Veränderung der Brechkraft der Hornhaut mit dem Augenlaser kann es zur Über- oder Unterkorrektur der Fehlsichtigkeit kommen. Dies macht gegebenenfalls eine zweite Operation oder Sehhilfen erforderlich.
  • Außerdem kann es sein, dass man sich nach einer Augenlaser-Behandlung bei Dämmerung oder Dunkelheit vermehrt durch Licht geblendet fühlt und Lichthöfe (sog. Halos) sowie Doppelkonturen wahrnimmt. Dies ist besonders bei nächtlichem Autofahren störend und kann im schlimmsten Fall zu Nachtfahruntauglichkeit führen.

Des Weiteren ist eine Augenlaser-Behandlung mit folgenden Risiken verbunden:

  • Die Hornhaut des operierten Auges ist nach einer Augenlaser-Behandlung noch sehr empfindlich. Sie kann gereizt sein und sich entzünden. Das Auge ist dann gerötet, schmerzhaft und geschwollen. Mit Augensalben und Augentropfen verschwinden die Beschwerden aber meist innerhalb weniger Tage. Selten treten stärkere Heilungsstörungen und -verzögerungen auf.
  • In wenigen Fällen (dies gilt v.a. für LASIK-Operationen) kann sich in den ersten Tagen nach einer Augenlaser-Behandlung das Hornhautdeckelchen verschieben – zum Beispiel durch Reiben des Auges. Eine solche Verschiebung macht eine erneute Operation erforderlich.
  • Ebenfalls selten wachsen nach LASIK-Operationen Zellen der obersten Hornhautschicht (Epithel) unter das Hornhautdeckelchen ein. Möglicherweise ist es notwendig, diese eingewachsenen Zellen durch eine weitere Operation zu entfernen.
  • Bei einer Augenlaser-Behandlung durch PRK, Epi-LASIK oder LASEK ist in den ersten Tagen nach der Augenoperation mit Schmerzen zu rechnen.
  • Unter einer am Ende der Augenlaseroperation zum Schutz aufgelegten Kontaktlinse kann sich eine Infektion entwickeln. Daher ist es wichtig, dass ein Arzt das operierte Auge täglich kontrolliert, bis die Kontaktlinse wieder herauskommt. Meist geschieht dies jedoch bereits nach einem Tag.
  • In äußerst seltenen Fällen tritt nach einer Augenlaser-Behandlung eine Schwächung der Hornhaut mit Vorwölbung und deutlicher Sehverschlechterung oder aber eine Infektion mit Narbenbildung auf, was sogar eine Hornhauttransplantation erforderlich machen kann.

Um die mit einer Augenlaser-Behandlung verbundenen Risiken gering zu halten, empfiehlt es sich, eine Zeit lang kortisonhaltige Augentropfen einzusetzen und so Augenentzündungen vorzubeugen.

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