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Angiographie

Anwendungsgebiete

Stand: 23. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Die Angiographie eignet sich für viele verschiedene Anwendungsgebiete: Sie dient dazu, Gefäßveränderungen wie Verengungen, Verschlüsse oder Missbildungen nachzuweisen und zu lokalisieren. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, Durchblutungsstörungen und Thrombosen nachzuweisen. Außerdem kommt die Angiographie in der Tumordiagnostik und der Gefäßversorgung vor Operationen zum Einsatz. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Erfolgskontrolle nach gefäßchirurgischen Eingriffen oder medikamentösen Behandlungen wie einer Auflösung von Blutgerinnseln.

Ursprünglich kam die Angiographie nur zu Diagnosezwecken zum Einsatz. Da die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) qualitativ hochwertige Untersuchungsergebnisse liefern, sind angiographische Untersuchungen ausschließlich zur Diagnose inzwischen oft nicht mehr nötig. Stattdessen sind viele Anwendungsgebiete im Bereich der minimal-invasiven Therapie hinzugekommen.

Wichtige Anwendungsgebiete für minimal-invasive Eingriffe mithilfe der Angiographie sind zum Beispiel:

  • Thrombosebehandlung: Mithilfe der Angiographie kann der Arzt ein Blutgerinnsel beseitigen, indem er über den Katheter Medikamente einbringt, die das Gerinnsel auflösen (sog. Thrombolyse).
  • Gefäßbehandlung:
    • Ballondilatation: Bei der Angiographie kann der Arzt über den Katheter einen winzigen Ballon in ein Blutgefäß einführen und so eine Gefäßverengung (Stenose) oder einen Dialyseshunt aufweiten oder einen Gefäßverschluss beheben.
    • Stentimplatation: Mit dem Katheter kann der Arzt auch eine Gefäßstütze (Stent) in ein Blutgefäß einbringen und so ebenfalls ein verengtes/verschlossenes Gefäß oder auch ein Aneurysma behandeln.
  • Tumorbehandlung:
    • Chemo-Embolisation: Mithilfe der Angiographie lassen sich bestimmte Tumoren örtlich behandeln – und zwar durch Verödung der Arterien, die den Tumor versorgen, und durch örtliche Chemotherapie, die gezielt an Ort und Stelle auf den Tumor einwirkt.
    • Thermoablation: Hierbei zerstört der Arzt über eine genau in Stellung gebrachte Nadel gezielt Tumorgewebe durch örtliche Erhitzung (z.B. mit einem Laser).
  • Hybrid-Operationen: Angiographische Behandlungstechniken können auch zusammen mit chirurgischen Eingriffen in einem entsprechend eingerichteten Operationsraum erfolgen.

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