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Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Veränderte Urinwerte können auf eine Erkrankung hindeuten. Bei einem gesunden Menschen ist der Urin mit einem pH-Wert von 6,0 (Normalbereich 4,8 bis 7,6) leicht sauer. Ist der pH-Wert des Urins sehr hoch (größer als 8) und enthält er gleichzeitig Nitrit, das normalerweise nicht im Urin vorkommt, spricht dies für eine bakterielle Infektion der ableitenden Harnwege. Aber auch die Ernährung hat einen Einfluss auf den pH-Wert. Zum Beispiel ist der pH-Wert des Urins nach dem Essen, vor allem bei vegetarischer Ernährung, meist etwas erhöht. Aber auch Stoffwechselerkrankungen können zu einem erhöhten Urin-pH-Wert führen. Ein niedriger pH-Wert tritt bei einer sehr fleischlastigen Ernährung, beim Fasten und in der Nacht auf. Er hat selten krankhafte Gründe, kann aber auch ein Anzeichen für Gicht sein.
Die Osmolalität des Urins beschreibt die Konzentration gelöster Teilchen – zum Beispiel Harnsäure, Harnstoff, Elektrolyte – pro Kilogramm Flüssigkeit und wird in Osmol/kg angegeben. Im Normalfall versucht die Niere, so viele Teilchen wie möglich mit so wenig Wasser wie nötig auszuscheiden. Krankheiten wie Diabetes insipidus und verschiedene Nierenerkrankungen verursachen einen niedrigen Osmolalitätswert, das heißt die Nieren scheiden nur wenige Teilchen mit dem Urin aus. Auch eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr kann das Verhältnis zwischen Flüssigkeit und festen Bestandteilen im Urin verändern. Bei Durchfall, Fieber und einer ungenügenden Flüssigkeitsaufnahme scheidet die Niere meist einen sehr stark konzentrieren Urin aus. Ist der Osmolalitätswert dauerhaft erhöht, kann dies die Bildung von Blasensteinen begünstigen.
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