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NierenwerteStand: 14. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion AllgemeinesDie Nierenwerte geben Auskunft über die Funktion der Nieren und weisen auf eventuell bestehende Erkrankungen hin. Hauptfunktion der Niere ist es, den Wasser-, Mineralstoff (Elektrolyt)- und Säure-Basen-Haushalt aufrechtzuerhalten. Außerdem führt der maßgebende Ausscheidungsweg für Abbauprodukte von Eiweißen (Proteinen) über die Nieren. Folgende Nierenwerte werden häufig bestimmt: Harnstoff- und Kreatininwert eignen sich nicht dazu, Nierenerkrankungen zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen. Vielmehr sind diese Nierenwerte erst bei bereits deutlich eingeschränkter Nierenfunktion aussagekräftig. Da der Kreatininwert benötigt wird, um die Filtrationsleistung der Niere mittels der sogenannten GFR (glomeruläre Filtrationsrate) zu bestimmen, ist seine Ermittlung unerlässlich. Die Nierenwerte erhält der Arzt anhand von Blutuntersuchungen. Zudem kann er eine Reihe von Urinuntersuchungen, wie zum Beispiel mit Urinteststreifen oder einer Harnanalyse, vornehmen, um die Funktion der Nieren zu prüfen. Im Detail gleicht der Aufbau der Nieren dem eines sehr feinen Siebs. Er ermöglicht den Nieren, ihrer Hauptfunktion nachzukommen: der Filtration und Reinigung des Bluts. In einem ersten Schritt halten die Nieren die Zellen des Bluts und große Eiweiße im Kreislauf zurück und produzieren aus dem flüssigen Anteil des Bluts (Plasma) den sogenannten Primärharn. Dieser Primärharn enthält alle löslichen Stoffe des Bluts, sowohl die für den Körper wichtigen Substanzen, wie zum Beispiel Zucker (Glukose), als auch jene Stoffe, die für den Körper schädlich sind und ausgeschieden werden müssen. Von diesem Primärharn, auch Primärfiltrat genannt, bilden die beiden Nieren pro Tag zusammengerechnet etwa 180 Liter. Dies ist möglich, da das gesamte Blutvolumen etliche Male die Nieren durchströmt und dabei wieder und wieder den Prozess aus Filtration und Konzentration durchläuft. In weiteren Schritten entziehen die Nierenzellen dem Filtrat die für den Körper wertvollen Substanzen wieder (Resorption) und fügen dem Filtrat potenziell giftige Substanzen hinzu (Sekretion). Schließlich entzieht die Niere dem Harn Wasser, sodass von 180 Litern Primärfiltrat letztlich etwa 1 bis 1,5 Liter Harn pro Tag übrig bleibt (je nach Trinkmenge). Der erste Schritt der Harnentstehung, die Filtration, stellt die Weichen für die nachfolgenden Prozesse. Bei vielen Nierenerkrankungen nimmt die Filtrationsleistung der Nieren ab – in der Folge können sie ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen. Dies schlägt sich in einer eingeschränkten glomerulären Filtrationsrate und erhöhten Werten für Kreatinin und Harnstoff nieder. Der Fachbegriff für Nierenwerte lautet "Retentionswerte" (von lat. retinere = zurückhalten). Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaNierenwerte
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