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Stand: 14. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Harnstoff ist das Hauptabbauprodukt des Eiweißstoffwechsels. Er entsteht in der Leber aus Spaltprodukten von Eiweißen (Proteinen) und wird zu etwa 90 Prozent über die Nieren ausgeschieden. Nimmt die Filtrationsleistung der Nieren ab, steigt deshalb die Harnstoffkonzentration im Blut – der Laborwert für Harnstoff ist erhöht. Die Konzentration nimmt allerdings erst zu, wenn die Filtrationsleistung der Nieren um etwa ein Viertel niedriger ist als im Normalfall.
Weiterhin spielt für die Menge an Harnstoff im Blut eine Rolle, wie viel Eiweiß die jeweilige Person mit der Nahrung aufnimmt und wie viel der Körper davon abbaut – was auch mit der Muskelmasse zusammenhängt. Andere Untersuchungsparameter wie der Kreatininwert und die aus ihm abgeleitete glomeruläre Filtrationsrate (GFR) werden von weniger Faktoren beeinflusst. Das bringt einen Vorteil mit sich: Anhand ihrer Werte lässt sich die Filtrationsfunktion der Nieren zuverlässiger bestimmen.
Ist im Blut der Wert für Harnstoff erhöht oder erniedrigt, kann das verschiedene Ursachen haben.
Harnstoff erhöht:
Harnstoff erniedrigt:
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