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Elektrolyt-Bestimmung

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Porträt Dr. Sabine Ellinger Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger Forum Ernährung & Diäten
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(Stand: 30. September 2008)

Allgemeines

Mineralien im medizinischen Sprachgebrauch sind positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen) verschiedener chemischer Elemente. Sie werden auch als Elektrolyte bezeichnet und sind an zahlreichen Funktionen der Körperzellen beteiligt.

Elektrolyte werden hauptsächlich über die Nahrung und mit Getränken aufgenommen. Ausgeschieden werden sie zum größten Teil über die Nieren, aber auch über das Verdauungssystem und die Haut. Sie verteilen sich unterschiedlich im Körper: Einige Elektrolyte lagern sich hauptsächlich in den Zellen (intrazellulär) ab, andere wiederum zirkulieren vornehmlich im Blutkreislauf, halten sich also außerhalb der Zellen (extrazellulär) auf.

Werden zu viele Elektrolyte aufgenommen oder ausgeschieden, kommt es zu einer Elektrolytstörung. Der Elektrolythaushalt des Körpers ist ins Ungleichgewicht geraten. Häufige Ursachen dafür sind Nierenschäden, Durchfall oder Erbrechen. Auch Verteilungsstörungen zwischen den innerhalb und außerhalb der Zellen liegenden Elektrolyten führen zu Konzentrationsänderungen – mit krankhaften Folgen.

Elektrolyte besitzen zahlreiche Funktionen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts oder sind an der elektrischen Aktivität der Muskel- und Nervenzellen beteiligt. Störungen im Elektrolythaushalt haben dementsprechend unterschiedliche Auswirkungen. Sie können von einer Überwässerung über Verwirrtheit wegen Veränderungen der Nervenaktivität bis hin zu Herzrhythmusstörungen reichen. Da die Symptome oft nicht eindeutig auf Elektrolytveränderungen hinweisen, kann oft nur eine Blutuntersuchung, eventuell ein Elektrokardiogramm (EKG), die Störung belegen. Leichte Abweichungen vom Normwert sind bei den meisten Elektrolyten kein Grund für Besorgnis. Sie sind in der Bevölkerung recht häufig. Anders verhält es sich, wenn bereits Beschwerden auftreten beziehungsweise die Elektrolytwerte eindeutig und nicht nur leicht erhöht sind. Bleiben die Elektrolytveränderungen bestehen, kann dies zu Krankheiten führen und schwerwiegende Folgen haben.

Die Elektrolyt-Normbereiche im Blut sind: (Je nach Literatur können sie um wenige Punktwerte abweichen.)

Mineralien (Elektrolyte) Normalbereich
Natrium (Na+) 135 – 145 mmol/l
Chlorid (Cl-) 96 – 110 mmol/l
Kalium (K+) 3,8 – 5,2 mmol/l
Kalzium (Ca2+) 2,0 – 2,6 mmol/l
Phosphat (PO43-) 0,84 – 1,45 mmol/l
Magnesium (Mg2+) 0,73 – 1,06 mmol/l

Weiterlesen: Mineralien: Natrium (Na+)

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