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Konzentrationsangaben

Stand: 22. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Bei den Konzentrationsangaben von medizinischen Laborwerten sind manchmal zwei verschiedene Normalbereiche aufgeführt. Sie unterscheiden sich in der Einheit, also der Messgröße, in der sie bestimmt werden.

Die Messgrößen sind in Deutschland seit 1969 durch das Système international d’unités (kurz SI) für die Verwendung in der Wissenschaft vereinheitlicht. In der Medizin sind jedoch durch historisch unterschiedlich gewachsene Messmethoden noch Einheiten üblich, die nicht der internationalen Vereinbarung entsprechen.

So wird zum Beispiel der Blutdruck immer noch in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg, Torr) gemessen, obwohl als Einheit für Drücke in der Naturwissenschaft schon seit Jahrzehnten nur noch Pascal (Pa) verwendet wird.

Blutdruckwerte in Torr und in Pascal
Blutdruckwerte in Torr (mmHg), traditionelle Einheit 120/80
Blutdruckwerte in Pascal (Pa), wissenschaftliche Einheit 16/10,7

In Zukunft sollen die neuen SI-Einheiten die alten Konzentrationsangaben ersetzen. Da aber viele Ärzte über die Jahre ein "Gefühl" für die alten Einheiten entwickelt haben, ist die Gewöhnung an die neuen Werte nicht einfach. Manche Ärzte und Krankenhäuser arbeiten bereits mit den neuen Einheiten, andere verwenden das veraltete System. Die Umstellung der Einheiten ändert nichts an der Qualität und Genauigkeit der Messwerte.

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