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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 22. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Elektrolyte zählen zu den Mineralstoffen und erfüllen im menschlichen Körper für viele Funktionen der Körperzellen wichtige Aufgaben. Der Mensch nimmt Elektrolyte hauptsächlich mit der Nahrung und über Getränke auf und scheidet sie größtenteils über die Nieren aus, aber auch über das Verdauungssystem und die Haut.
Elektrolyte sind Stoffe, die positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen) verschiedener chemischer Elemente enthalten. Ein Beispiel hierfür ist Kochsalz (= Natriumchlorid) aus dem positiv geladenen Natriumion (Na+) und dem negativ geladenen Chloridion (Cl-).
Die (manchmal auch als Mineralien bezeichneten) Mineralstoffe unterteilt man in sogenannte Mengenelemente und Spurenelemente – je nachdem, ob im Körper der jeweilige Mineralstoff in größeren Mengen oder nur in geringen Spuren nötig ist. Drei Elektrolyte – Kalzium, Phosphat und Magnesium – bilden den Hauptanteil am gesamten Mineralgehalt des menschlichen Körpers. Aber auch die in geringeren Mengen vertretenen Elektrolyte sind lebensnotwendig.
Jeder Elektrolyt ist unterschiedlich im Körper verteilt: Einige Elektrolyte lagern sich überwiegend in den Zellen (intrazellulär) ) ab, andere wiederum zirkulieren hauptsächlich im Blutkreislauf, befinden sich also außerhalb der Zellen (extrazellulär).
Wenn der Körper zu viele Elektrolyte aufnimmt oder ausscheidet, kommt es zu einer Elektrolytstörung (in Form von einem Elektrolytmangel oder Elektrolytüberschuss). Dies bedeutet: Der Elektrolythaushalt des Körpers ist ins Ungleichgewicht geraten. Häufige Ursachen für zu viele oder zu wenige Elektrolyte im Körper sind Nierenschäden, Durchfall oder Erbrechen. Auch Verteilungsstörungen zwischen den innerhalb und außerhalb der Zellen liegenden Elektrolyten führen zu einer geänderten Elektrolytkonzentration – mit krankhaften Folgen.
Elektrolyte besitzen zahlreiche Funktionen: Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts und sind an der elektrischen Aktivität der Muskel- und Nervenzellen beteiligt. Elektrolytstörungen haben dementsprechend unterschiedliche Auswirkungen. Sie können von einer Überwässerung über Verwirrtheit wegen Veränderungen der Nervenaktivität bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Koma reichen. Da die Symptome oft nicht eindeutig auf Elektrolytveränderungen hinweisen, gelingt es oft nur durch eine Blutuntersuchung, die Störung zu belegen – eventuell auch durch ein Elektrokardiogramm (EKG).
Bei den meisten Elektrolyten sind leichte Abweichungen vom Normalwert, die recht häufig auftreten, kein Grund zur Besorgnis. Anders verhält es sich, wenn bereits Beschwerden bestehen beziehungsweise die Werte der Elektrolyte eindeutig erhöht sind und nicht nur leicht vom Normwert abweichen. Bleiben die Elektrolytveränderungen bestehen, kann dies zu Krankheiten führen und schwerwiegende Folgen haben.
Die normalen Wertebereiche für Elektrolyte im Blut lauten ungefähr:
| Elektrolyte | Normalbereich |
|---|---|
| Natrium (Na+) | 135–145 mmol/l |
| Chlorid (Cl-) | 96–110 mmol/l |
| Kalium (K+) | 3,8–5,2 mmol/l |
| Kalzium (Ca2+) | 2,0–2,6 mmol/l |
| Phosphat (PO43-) | 0,84–1,45 mmol/l |
| Magnesium (Mg2+) | 0,73–1,06 mmol/l |
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