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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 22. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die einzelnen Elektrolyte sind im Körper unterschiedlich verteilt. Außerhalb der Zellen (im sog. extrazellulären Raum) bildet das Kochsalz (= Natriumchlorid) aus Natrium (Na+) und Chlorid (Cl-) den mengenmäßig wichtigsten Bestandteil. Damit ist Natrium einer der Mineralstoffe, die zu den sogenannten Mengenelementen zählen (d.h. im Körper in größerer Menge nötig sind). Natrium ist das zahlenmäßig häufigste positiv geladene Ion (Kation) im Blutplasma. Es gelangt größtenteils in Form von Kochsalz über die Nahrung in den Körper. Da Natrium praktisch in allen Lebensmitteln enthalten ist, ist eine ausreichende Zufuhr gesichert. Der Körper scheidet Natrium unter normalen Umständen hauptsächlich über die Nieren aus, in geringem Maße auch über Stuhl und Schweiß.
Der Natriumgehalt im Blut beeinflusst, wie viel Flüssigkeit im Körperkreislauf zirkuliert: Kann der Körper Natrium nicht ausreichend ausscheiden (z.B. wegen einer Nierenerkrankung), sammelt sich mit dem Elektrolyt auch Wasser im Körper an. Normalerweise sorgt ein ausgeklügeltes Regelsystem für einen gleichbleibenden Natriumspiegel.
Ärzte lassen bei Urin- oder Blutuntersuchungen Natrium häufig als Routinewert bestimmen, ohne dass ein besonderer Verdacht besteht. Ein veränderter Natriumwert weist auf einen gestörten Wasserhaushalt hin, besonders bei Erbrechen, Durchfall, Verbrennungen, Erkrankungen des Herzens oder der Nieren.
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