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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 22. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Einer der wichtigsten Elektrolyte im menschlichen Körper ist Kalzium (Ca2+), welches in Form von Hydroxyapatit Hauptbestandteil der Knochen und der Zähne ist. Insgesamt befinden sich im menschlichen Körper etwa 1.000 Gramm gebundenes Kalzium. Kein anderer Mineralstoff liegt in größerer Menge vor. Nur ein Bruchteil (weniger als 1%) zirkuliert als positiv geladenes Teilchen im Blutkreislauf und übernimmt hier zahlreiche Funktionen.
Der Mensch nimmt Kalziumionen – ebenso wie Natrium-, Chlorid- und Kaliumionen verschiedener Elektrolyte – über die Nahrung auf und scheidet sie hauptsächlich über die Nieren aus. Allerdings kann der Körper überschüssiges Kalzium auch in den Knochen einbauen, der eine Art Kalziumbedarfsspeicher darstellt. An der Aufrechterhaltung der Kalziumkonzentration im Blut sind mehrere Hormone beteiligt: Sie regulieren sowohl die Aufnahme als auch die Einlagerung oder die Auslösung dieses Mineralstoffs aus dem Knochen sowie dessen Ausscheidung über die Nieren.
Neben seiner Funktion für den Knochenaufbau spielt Kalzium eine Rolle bei der Muskelkontraktion, der Blutgerinnung, der Ausschüttung von Hormonen und der Aktivitätssteuerung von Enzymen (= Verbindungen, die den Stoffwechsel regulieren). Außerdem beeinflusst Kalzium die Durchlässigkeit der Zellwände. Ein Mangel an diesem Elektrolyt begünstigt unter anderem Krämpfe, während ein stark erhöhter Kalziumspiegel schwerwiegende Symptome wie Herzrhythmusstörungen oder Störungen der Hirnaktivität hervorrufen kann.
Kalzium ist einer der Elektrolyte, die vor allem außerhalb der Zellen vorliegen. Hier ist Kalzium an Eiweiße (Albumin) im Blut gebunden. Daher kann ein Eiweißmangel eine Störung des Kalziumspiegels verursachen. Insgesamt ist Kalziummangel häufiger als ein Kalziumüberschuss.
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