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Stand: 29. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Im Eisenstoffwechsel ist das freie Eisen (Fe2+) im Blut starken tageszeitlichen Schwankungen unterworfen. Daher sind Vergleichswerte bei der Blutuntersuchung nur schwer zu erreichen. Der Eisenwert im Blut ist möglichst immer zur gleichen Tageszeit zu bestimmen. Für die Deutung der Ergebnisse ist es immer auch erforderlich, die Eisenwerte Transferrin und Ferritin mitzubestimmen: Bei einem Eisenmangel sind beide Werte im Blut erniedrigt.
Der Eisenstoffwechsel umfasst die Verteilung des Eisens im Körper. Das Eisen ist zum Transport im Blut an ein bestimmtes Eiweiß gebunden: Transferrin. Dieses Eiweiß ermöglicht es den Zellen, gezielt Eisen aufzunehmen. Bei Eisenmangel ist die Transferrinkonzentration (und somit die Eisenbindungskapazität) im Blut erhöht, da die Transferrinsättigung erniedrigt ist.
Der Körper speichert Eisen vor allem in der Leber und im Knochenmark (Depoteisen). Da freies, ionisiertes Eisen für Zellen aber giftig ist, ist es nötig, es zur Speicherung in jeder Zelle in spezialisierte Eiweiße zu verpacken. Diese Funktion übernimmt Ferritin. Die Menge an Ferritin ist ein Maß für die im Körper gespeicherte Eisenmenge: Bei Eisenmangel ist er erniedrigt, bei einer Blutarmut infolge eines Infekts oder Tumors erhöht.
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