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Differentialblutbild

Stand: 23. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Um die Blutzusammensetzung zu untersuchen, stehen zwei Methoden zur Verfügung: das kleine Blutbild und das Differentialblutbild. Die Werte beider Untersuchungen zusammen ergeben ein großes Blutbild.

Ein kleines Blutbild liefert einen Überblick über die Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen (Leukozyten und Erythrozyten) sowie der Blutplättchen (Thrombozyten). Beim Differentialblutbild kann man – daher der Name – die Unterarten der weißen Blutkörperchen differenzieren (d.h. unterscheiden). Da weiße Blutkörperchen ein wichtiger Teil des Immunsystems sind, ermöglichen die Anzahl und Verteilung der einzelnen Unterarten Rückschlüsse auf Krankheiten. Außerdem zeigt das Differenzialblutbild die Beschaffenheit aller Blutzellen. Ergibt deren Auswertung eine veränderte Form oder Größe der Blutzellen, kann dies ebenfalls auf verschiedene Erkrankungen oder Mangelzustände hinweisen: Wenn zum Beispiel die roten Blutkörperchen verkleinert oder unterschiedlich geformt sind, kann ein Eisenmangel vorliegen, während ovale oder vergrößerte Blutzellen auf einen Vitamin-B12- oder Folsäuremangel hindeuten. Darüber hinaus ist es möglich zu prüfen, ob sich noch andere Bestandteile (z.B. Erreger der Malaria) im Differentialblut befinden.

Um ein Differentialblutbild zu erstellen, färbt man die Blutzellen mit einem speziellen Farbstoff an, da man sie so bei der Blutuntersuchung besser unterscheiden kann.

Unter Normalbedingungen liegen die Unterarten der weißen Blutkörperchen in einem Differentialblutbild bei Erwachsenen in folgenden Anteilen vor:

Leukozyten-Unterart Anteil im Blut
Granulozyten:
– stabkernige Neutrophile 3 bis 5%
– segmentkernige Neutrophile 54 bis 62%
– Eosinophile 1 bis 4%
– Basophile 0 bis 1%
Monozyten 3 bis 8%
Lymphozyten 25 bis 45%

Die für ein Differentialblutbild geltenden Normwerte können je nach Literatur um wenige Prozentpunkte abweichen. Die (möglichen) Nullwerte kommen dadurch zustande, dass in einer einzelnen untersuchten Blutprobe manchmal beispielsweise keine basophilen Granulozyten vorhanden sein können.

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