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Stand: 20. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Das AB0-System ist aber nicht das einzige Schema, nach dem sich die Blutgruppen einteilen lassen: dast das sogenannte Rhesus-System ist ebenfalls von großer Bedeutung.
Das Rhesus-System stammt aus dem Jahr 1940 und ebenfalls von Karl Landsteiner, der bereits 1930 für die Entdeckung der menschlichen Blutgruppen den Nobelpreis für Physiologie erhielt. Zum Rhesus-System gehören mehrere Antigene, sogenannte Rhesusfaktoren (Rh-Faktoren), die auf den Erythrozyten vorkommen. Am bekanntesten sind die Rhesusfaktoren C, D, E und c, d, e. Auch im Rhesus-System kann es zu Unverträglichkeiten zwischen den Blutgruppen zweier Individuen mit verschiedenen Rh-Faktoren kommen. Diese sind wie beim AB0-System für Bluttransfusionen und in der Geburtshilfe (z. B. beim Morbus haemolyticus fetalis sive neonatorum) von besonderer Bedeutung.
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