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Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die durch äußere Faktoren ausgelöste Blutgerinnung (Extrinsic-System) setzt zum Beispiel bei äußeren Gewebeverletzungen ein. Die geschädigten Zellen setzen Gewebethromboplastin (Gerinnungsfaktor III) frei, das innerhalb von Sekunden die Kettenreaktion zur Blutgerinnung aktiviert:
Das freigesetzte Gewebethromboplastin aktiviert den Gerinnungsfaktor VII und wandelt ihn in den Gerinnungsfaktor VIIa um. Dieser verbindet sich seinerseits unter Mitwirkung von Kalzium mit speziellen Zellen (Phospholipidzellen) des verletzten Gewebes. Der so entstandene Komplex aktiviert anschließend den Gerinnungsfaktor X, der sich daraufhin in den aktiven Gerinnungsfaktor Xa umwandelt.
Ab diesem Prozess sind die weiteren Abläufe der durch äußere Faktoren (extrinsic) ausgelösten und der durch innere Faktoren (intrinsic) ausgelösten Blutgerinnung gleich:
Der aktivierte Gerinnungsfaktor Xa bildet mit anderen Bestandteilen des Blutgerinnungssystem einen chemischen Komplex, den sogenannten Prothrombinaktivator, der den Gerinnungsfaktor Prothrombin in Thrombin umwandelt. Thrombin aktiviert über verschiedene Schritte die Bildung eines festen Fasergeflechts aus Fibrin, in dem sich die festen Bestandteile des Bluts verfangen. Der Fibrinpfropfen zieht sich nach abgeschlossener Gerinnung fest zusammen und verschließt dadurch wirkungsvoll die Gefäßverletzung.
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