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Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Blutungszeit gibt Hinweise auf die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten) und der Blutgerinnung. Sie lässt sich durch einen kleinen Einstich in den Finger oder das Ohrläppchen bestimmen. Der Arzt misst dann die Zeit bis kleine Wunde aufhört zu bluten.
Gründe für eine verlängerte Blutungszeit können ein Blutplättchenmangel (sog. Thrombozytopenie), das Von-Willebrand-Syndrom oder eine Urämie (wie bei chronischem Nierenversagen) sein. Auch die Einnahme von Medikamenten (wie Thrombozytenaggregationshemmer, NSAR-Schmerzmittel) kann zu einer verlängerten Blutungszeit führen.
Mit dem Quick-Test, auch Thromboplastinzeit (TPZ) genannt, lässt sich die Funktion bestimmter Gerinnungsfaktoren bestimmen. Weil verschiedene Labore häufig leicht unterschiedliche Untersuchungsmethoden zur Bestimmung der Thromboplastinzeit verwenden, sind die ermittelten Werte nicht immer miteinander vergleichbar. Deshalb wurde die "International normalized ratio" – kurz INR – eingeführt. Sie lässt sich durch eine Umrechnungsformel aus dem Quick-Wert ermitteln. Die INR-Werte sind allgemeingültig.
Ein zu hoher INR kann auf einen Mangel an Vitamin K, zum Beispiel durch Leberfunktionsstörungen oder eine gestörte Aufnahme von Vitaminen aus dem Darm, zurückzuführen sein.
Neben der Diagnostik eignen sich die INR-Werte außerdem zur Verlaufskontrolle der Therapie mit gerinnungshemmenden Wirkstoffen wie Phenprocoumon. Je nach Erkrankung oder Thromboserisiko wird der INR-Wert auf einen Bereich zwischen 2,0 bis 4,0 eingestellt.
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