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Wesentliche Impfmethoden

Stand: 21. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Die aktive Immunisierung

Impfungen haben den Zweck, vor Infektionskrankheiten zu schützen. Dazu stehen zwei wesentliche Impfmethoden zur Verfügung: die aktive und die passive Immunisierung.

Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Impfmethoden ist, dass das körpereigene Abwehrsystem bei der einen Art der Immunisierung aktiv beteiligt ist und bei der anderen passiv bleibt. Die aktive Immunisierung (auch Vakzination genannt) besteht darin, dem Körper einen Impfstoff (sog. Vakzin) zuzuführen, der eine spezifische Immunreaktion auslöst. Dies funktioniert, weil Impfstoffe Antigene enthalten – das sind körperfremde Stoffe (wie Krankheitserreger oder bestimmte Erregerbestandteile). Wenn solche Antigene in den Körper gelangen, reagiert das Immunsystem, indem es speziell gegen diese Antigene gerichtete Antikörper und Gedächtniszellen bildet, die so bei einer erneuten Ansteckung sofort zur Abwehr bereitstehen: Damit baut der Körper eine Immunität gegen diese Krankheitserreger auf. Die aktive Schutzimpfung bringt also den Körper dazu, sich selber gegen bestimmte Krankheitserreger zu wehren – wie bei einer "natürlichen" Infektion mit einem Krankheitserreger.

Für die Sicherheit der Aktivimpfung spielt es eine wesentliche Rolle, dass die Impfstoffe für die verschiedenen Impfmethoden (Injektionsimpfung oder Schluckimpfung) nicht tatsächlich krank machen oder auf andere Weise Schäden verursachen. Daher enthalten Impfstoffe für die aktive Immunisierung nur kleine Mengen vermehrungsfähiger, aber abgeschwächter Krankheitserreger (sog. Lebendimpfstoffe) oder abgetötete beziehungsweise nicht vermehrungsfähige Teile von Krankheitserregern (sog. Totimpfstoffe).

Weitere wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Impfmethoden bestehen darin, wie lange es dauert, bis die Schutzwirkung eintritt und bis sie wieder nachlässt:

  • Die aktive Immunisierung hat wesentliche Vorteile: Sie ist die nachhaltigere der beiden Impfmethoden. Je nach Erregertyp bzw. Impfstoff verleiht die aktive Immunisierung einen mehrere Jahre anhaltenden Schutz vor der Erkrankung – Beispiele hierfür sind Tetanus und Polio – oder sogar einen lebenslangen Schutz – wie bei Masern.
  • Anders als die passive Schutzimpfung benötigt die aktive Immunisierung jedoch ein paar Tage bis Wochen, bis ein ausreichender Impfschutz aufgebaut ist.
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