Sie befinden sich hier:

Startseite > Arztbesuch > Impfungen > Wann nicht impfen? > Akute Erkrankungen

Forum

Impfungen

Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Impfungen

Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Wann nicht impfen?

Akute Erkrankungen

Stand: 22. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Ob und wann es nicht ratsam ist, sich impfen zu lassen, hängt vor allem von Ihrem Gesundheitszustand ab: Gegen eine Impfung sprechen zum Beispiel akute Erkrankungen. Wenn eine akute Erkrankung besteht, ist es ratsam, geplante Impfungen zu verschieben. Dies trifft jedoch nicht bei banalen Infektionen zu: Wenn die Körpertemperatur nicht mehr als 38,5 Grad Celsius beträgt, das Allgemeinbefinden nicht oder kaum beeinträchtigt ist und sowohl Krankheitsgeschichte als auch Beschwerden gegen den Beginn einer schweren Erkrankung sprechen, kann und sollte die Impfung erfolgen. Auch vorangegangene Fieberkrämpfe beim Impfling sind keine Gegenanzeige für Impfungen.

Allergien

Weitere Gründe, sich nicht impfen zu lassen, können unter Umständen Allergien sein: Impfstoffe enthalten neben dem eigentlichen Wirkstoff verschiedene Zusätze wie Stabilisatoren, Antibiotika oder Verstärkerstoffe (Hilfsstoffe). Diese können allergische Reaktionen auslösen. Sind Sie beispielsweise gegen Hühnereiweiß allergisch, vertragen Sie keine Impfstoffe, die Hühnereiweiß enthalten. Treten Anzeichen einer Allergie (wie z.B. Schwellungen, Atembeschwerden oder allergischer Schock) nach einer Impfung auf, ist dies dem Arzt mitzuteilen.

Immunstörungen

Eine Immunstörung bedeutet nicht grundsätzlich, dass man die Betroffenen nicht impfen darf. Allerdings sollten bei Menschen mit Immunstörungen nach Möglichkeit keine Lebendimpfstoffe zur Impfung zum Einsatz kommen. Dies betrifft Menschen, die HIV oder Tumoren haben oder Medikamente einnehmen, welche das Immunsystem künstlich unterdrücken (z.B. nach einer Transplantation oder bei Autoimmunerkrankungen).

Schwangerschaft

Grundsätzlich ist es ratsam, schwangere Frauen nach Möglichkeit nicht zu impfen. Während der Schwangerschaft sind zwar Totimpfstoffe zur Impfung (mit Ausnahme des Impfstoffs gegen Cholera) bei Bedarf erlaubt – nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko für Mutter und ungeborenes Kind kann sich der Arzt daher in Ausnahmefällen für eine Impfung mit einem Totimpfstoff aussprechen. Manche Impfungen mit Totimpfstoffen sind bei Schwangeren sogar nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich empfohlen, und zwar:

  • die Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), wenn kein ausreichender Impfschutz besteht,
  • die Grippeimpfung mit dem üblichen saisonalen Impfstoff, weil die Grippe bei Schwangeren mit einem deutlich höheren Risiko für Komplikationen verbunden ist, und
  • die Tollwutimpfung, wenn die Möglichkeit besteht, dass die Schwangere mit dem Tollwuterreger in Kontakt gekommen ist.

Mit den meisten Lebendimpfstoffen darf man schwangere Frauen nicht impfen. Von diesem Verbot ausgenommen sind die Typhus-Schluckimpfung und die Gelbfieberimpfung, die bei Bedarf auch während der Schwangerschaft zum Einsatz kommen können. Die per Spritze verabreichten Lebendimpfstoffe gegen verbreitete Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken sind jedoch keinesfalls erlaubt. Wenn sich eine Schwangere ohne ausreichenden Impfschutz mit Röteln oder Windpocken ansteckt, ist dies aber auch für das Ungeborene ein Risiko. Darum ist es wichtig, dass Sie – wenn Sie einen Kinderwunsch haben – Ihren Impfschutz prüfen und (falls notwendig) vor einer geplanten Schwangerschaft auffrischen lassen. Am besten ist es, sich mindestens drei Monate vor der Schwangerschaft impfen zu lassen.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Wann nicht impfen?

Das könnte Sie auch interessieren

Impfungen

Impfungen

Erfahren Sie in der Übersicht mehr über Impfungen – vom Impfkalender bis hin zu Reiseimpfungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.