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Stand: 17. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Meningokokken-Impfung schützt vor Meningokokken-Erkrankungen, wie etwa der Hirnhautentzündung (Meningitis).
Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien; sie unterscheiden sich untereinander leicht in der Struktur ihrer Kapsel und lassen sich danach einteilen: in sogenannte Serogruppen. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Küssen) übertragen.
In Europa sind die meisten Meningokokken-Infektionen auf Meningokokken der Serogruppe B (ca. 65 bis 70 Prozent) und Serogruppe C (ca. 20 bis 25 Prozent) zurückzuführen. Während sich ein wirksamer Impfstoff gegen Meningokokken-Erkrankungen der Gruppe B noch in der Entwicklung befindet, gelang mit der MenC-Impfung vor einigen Jahren der Durchbruch in der Impfprävention von Meningokokken-C-Erkrankungen. Gegen Meningokokken der Serogruppe C empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts seitdem für alle Kinder ab dem 12. Lebensmonat bis zum vollendeten 18. Lebensjahr eine Impfung. Seit der Einführung des Impfstoffs im Jahr 2006 sind Erkrankungen durch Meningokokken bei Kleinkindern um beinah 60 Prozent zurückgegangen.
Neben der MenC-Impfung sind außerdem Polysaccharid-Impfstoffe gegen mehrere Serogruppen – nämlich A und C beziehungsweise A, C, W135 und Y – verfügbar. Besser wirksam ist jedoch der konjugierte Impfstoff gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y, der seit April 2010 zugelassen ist. Er ist für Personen ab dem 11. Lebensjahr zugelassen.
Eine Meningokokken-Impfung ist zudem für bestimmte Personengruppen ratsam, deren Risiko für eine Meningokokken-Erkrankung erhöht ist, zum Beispiel für Personen mit Immundefekten.
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