Startseite > Arztbesuch > Impfungen > Impfstoffe im Überblick > Totimpfstoff
Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Impfungen
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 19. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Impfstoffe, die abgetötete oder nicht vermehrungsfähige Krankheitserreger oder nur Teile von Krankheitserregern enthalten, bezeichnet man als Totimpfstoffe. Trotz seiner Zusammensetzung sorgt ein Totimpfstoff für eine ausreichende aktive Immunisierung: Oft genügt ein einziges typisches Merkmal eines Erregers im Impfstoff, um das Immunsystem dazu anzuregen, Antikörper zu bilden und so einen Impfschutz aufzubauen. Ein Vorteil der Impfung besteht darin, dass eine Erkrankung durch den Totimpfstoff ausgeschlossen ist. Allerdings haben Totimpfstoffe den Nachteil, dass ihre immunisierende Wirkung nicht so lange anhält wie die Immunisierung durch einen Lebendimpfstoff.
Bei der Totimpfstoff-Herstellung kommen chemische oder physikalische Maßnahmen zur Anwendung, welche die Krankheitserreger oder ihre Bestandteile inaktivieren: Beispielsweise bestehen diese Maßnahmen darin, die Erreger mit Formalin zu behandeln oder ihnen Hitze zuzuführen. Die für die Aktivierung des Impfschutzes verantwortlichen Antigene (= Fremdeiweißstoffe, die im Körper die Bildung von Abwehrstoffen gegen sich selbst bewirken) sind inzwischen auch gentechnisch herstellbar, wie etwa das Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen.
Bei der Impfung gegen folgende Erkrankungen kommt jeweils ein Totimpfstoff zum Einsatz:
Wenn Impfstoffe vom Totimpfstoff-Typ nur Bruchstücke eines Krankheitserregers enthalten, bezeichnet man sie als nicht-zelluläre Impfstoffe. Die darin enthaltenen Bruchstücke müssen nur ein einziges typisches Merkmal des Erregers enthalten, um das Immunsystem dazu zu bringen, gegen diesen Erreger gerichtete Antikörper zu bilden. Ein Anwendungsbeispiel für nicht-zelluläre (oder azelluläre) Impfstoffe ist die Impfung gegen Keuchhusten.
Toxoidimpfstoffe sind Impfstoffe, die als wirksame Bestandteile Toxoide enthalten – das sind Gifte (bzw. Toxine), deren giftige Eigenschaften man künstlich zerstört hat. Ein Toxoidimpfstoff stellt eine Totimpfstoff-Sonderform dar. Toxoidimpfstoffe sind dann zur Immunisierung geeignet, wenn nicht der Krankheitserreger selber, sondern sein Gift die hauptsächlichen Krankheitssymptome hervorruft. Ein Toxoidimpfstoff kommt beispielsweise bei der Impfung gegen Diphtherie sowie gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) zum Einsatz.
Erfahren Sie in der Übersicht mehr über Impfungen – vom Impfkalender bis hin zu Reiseimpfungen. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.