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Impfstoffe im Überblick

Konjugierte Impfstoffe

Stand: 29. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Konjugierte Impfstoffe (lat. coniunctus = verbunden) sind nicht-zelluläre, rekombinante Impfstoffe, die aus mehreren aneinander gekoppelten Bausteinen eines Krankheitserregers bestehen. Ein Teil des Erregers, der die Antikörperbildung auslöst (z.B. ein Baustein aus der Zellwand), ist an ein Eiweiß gebunden. Das Eiweiß dient als eine Art Transportmittel, das eine verstärkte Immunreaktion auslöst.

Einsatzbeispiele für konjugierte Impfstoffe sind Impfungen gegen Haemophilus influenzae Typ B und Meningokokken Typ C. Der konjugierte Impfstoff gegen Haemophilus influenzae Typ B ist für die Immunisierung von Kindern wichtig: Da das Immunsystem von Kindern in den ersten beiden Lebensjahren noch unzureichend entwickelt ist, sind mehrere Bausteine des Erregers nötig, um bei einem Kind eine wirksame Immunantwort auszulösen. Bei Erwachsenen dagegen reicht die Impfung mit einem Baustein der Zellwand aus, um das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, da ihr Immunsystem voll entwickelt ist.

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