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Stand: 19. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Konjugierte Impfstoffe oder Konjugatimpfstoffe (lat. coniunctus = verbunden) sind nicht-zelluläre, rekombinante Impfstoffe, die aus mehreren aneinandergekoppelten Bausteinen besteht: Bei einem Konjugatimpfstoff ist ein Teil des Krankheitserregers, der die Antikörperbildung auslöst (sog. Antigen, z.B. ein Baustein aus der Zellwand), an ein Eiweiß gebunden. Das Eiweiß dient als eine Art Transportmittel, das eine verstärkte Immunreaktion auslöst.
Ein konjugierter Impfstoff steht zum Beispiel zur Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ B, gegen Meningokokken Typ C und gegen Pneumokokken zur Verfügung. Der Konjugatimpfstoff ist vor allem für die Immunisierung von Kindern wichtig: Da das Immunsystem von Kindern in den ersten beiden Lebensjahren noch unzureichend entwickelt ist, löst eine Impfung nur mit dem Antigen des Erregers keine wirksame Immunantwort bei einem Kind aus. Bei Erwachsenen dagegen reicht die Impfung mit dem Antigen aus, um das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, da ihr Immunsystem voll entwickelt ist.
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