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Besteht ein Impfrisiko?

Stand: 13. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Impfungen haben sich als eine der wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten herausgestellt und sind demnach segensreich für die Menschheit. Dennoch besteht beim Impfen ein gewisses Impfrisiko – und viele Menschen schrecken aus Angst vor einem Impfschaden davor zurück, sich oder ihre Kinder impfen zu lassen.

Tatsächlich ist jedoch heutzutage das Impfrisiko gering: Die modernen Impfstoffe weisen eine größere Sicherheit und Verträglichkeit auf – dank der bei ihrer Entwicklung, Herstellung und Kontrolle erzielten Fortschritte. Meist handelt es sich bei unerwünschten Folgen von Impfungen um harmlose, vorübergehende Nebenwirkungen. Zu den häufigsten und bekanntesten Impfnebenwirkungen zählen:

Schwerwiegendere Impffolgen, die bleibende Schäden hinterlassen, sind außerordentlich selten. Dennoch kann das allgemeine Impfrisiko höher wirken, als es tatsächlich ist. Wenn nach einer Schutzimpfung gesundheitliche Probleme entstehen, muss es sich jedoch nicht unbedingt um eine Impfnebenwirkung oder Impfkomplikation handeln: In den letzten Jahren haben verbesserte Diagnosemöglichkeiten gezeigt, dass viele vermeintliche Impfschäden in Wirklichkeit auf anderen nicht erkannten Krankheiten beruhten: Viele seltene angeborene Krankheiten zeigen sich in den ersten Lebensmonaten – genau in der Zeit, in der laufend Impfungen stattfinden. Dieser zeitliche Zusammenhang führt dazu, dass viele Eltern oder auch Ärzte schwere, scheinbar unerklärliche Erkrankungen des Säuglings mit einer kurz zuvor vorgenommenen Schutzimpfung in Verbindung bringen.

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG), das seit dem 1.1.2001 in Kraft ist, soll dazu beitragen, bei der Einschätzung von Impfrisiken für mehr Klarheit zu sorgen: Danach sind Ärzte beziehungsweise Heilpraktiker dazu verpflichtet, jeden Verdacht auf Impfkomplikationen zu melden. Und § 20 Abs. 2 dieses Gesetzes beauftragt die STIKO (ständige Impfkommission), Kriterien zu entwickeln, mit deren Hilfe man eine übliche Impfreaktion und eine gesundheitliche Schädigung voneinander abgrenzen kann.

Wenn das bestehende Impfrisiko Sie daran zweifeln lässt, ob Sie Ihr Kind impfen lassen sollten, hilft Ihnen vielleicht Folgendes bei der Entscheidung: So bitter Impfkomplikationen im Einzelfall sein mögen, so sind doch die Risiken für Kinder ohne Impfung um ein Vielfaches höher. Bei Masern beispielsweise kommt es nach einer Infektion 500-mal häufiger zu einer Hirnentzündung (Enzephalitis) als nach einer Impfung. Und nur durch konsequentes Impfen ist es möglich, eine Krankheit völlig auszurotten und so die Möglichkeit zu eröffnen, völlig ohne schädliche Nebenwirkungen leben zu können.

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