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Besteht ein Impfrisiko?Stand: 30. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion AllgemeinesEs besteht kein Zweifel, dass Impfungen zu den wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten gehören und demnach segensreich für die Menschheit sind. Dennoch besteht bei jeder Impfung ein gewisses Impfrisiko. Meist handelt es sich dabei um harmlose, vorübergehende Nebenwirkungen. Zu den häufigsten und bekanntesten Nebenwirkungen von Impfungen zählen Reaktionen an der Impfstelle (wie Rötungen, Schwellungen und örtliche allergische Reaktionen der Haut) sowie allergische Reaktionen auf den Impfstoff, Fieber und Störungen des Allgemeinbefindens. In sehr seltenen Fällen haben Impfungen jedoch schwerwiegendere Folgen, die bleibende Schäden hinterlassen können. Allerdings haben verbesserte Diagnosemöglichkeiten in den letzten Jahren gezeigt, dass viele vermeintliche Impfschäden in Wirklichkeit auf anderen, nicht erkannten Krankheiten beruhten: Viele seltene angeborene Krankheiten zeigen sich in den ersten Lebensmonaten – genau in der Zeit, in der laufend Impfungen stattfinden. Dieser zeitliche Zusammenhang führt dazu, dass viele Eltern oder auch Ärzte schwere, scheinbar unerklärliche Erkrankungen des Säuglings mit einer kurz zuvor vorgenommenen Schutzimpfung in Verbindung bringen. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG), das seit dem 1.1.2001 in Kraft ist, soll dazu beitragen, hier für mehr Klarheit zu sorgen. § 20 Abs. 2 dieses Gesetzes beauftragt die STIKO (ständige Impfkommission), Kriterien zu entwickeln, mit deren Hilfe eine übliche Impfreaktion und eine gesundheitliche Schädigung voneinander abgrenzbar sind. Die modernen Impfstoffe weisen eine größere Sicherheit und Vertäglichkeit auf – dank der bei ihrer Entwicklung, Herstellung und Kontrolle erzielten Fortschritte. Dennoch sind schwere Impfkomplikationen nicht vollständig auszuschließen, auch wenn sie außerordentlich selten sind. So bitter Impfschäden durch Impfstoffe im Einzelfall sein mögen, so sind doch die Risiken für Kinder ohne Impfung um ein Vielfaches höher: Bei Masern beispielsweise kommt es nach einer Infektion 500-mal häufiger zu einer Hirnentzündung (Enzephalitis) als nach einer Impfung. Und nur mithilfe von Impfungen ist es möglich, eine Krankheit völlig auszurotten und so die Möglichkeit zu eröffnen, völlig ohne schädliche Nebenwirkungen leben zu können. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaBesteht ein "Impfrisiko"?
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