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Stand: 5. April 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Wermut (Artemisia absinthium) ist in trockenen Gegenden Europas und Asiens beheimatet. Außerdem wächst er in Nordafrika und Nord- und Südamerika.
Es handelt sich bei Wermut um einen bis zu einem Meter hohen Busch, dessen Stängel und dreifach gefiederte Blätter silbergrau behaart sind. Die kleinen, hellgelben Blüten stehen in reichblütigen, verzweigten Rispen. Charakteristisch für Wermut ist der aromatische Geruch der Blätter. Der Wermut kann mit dem Beifuß verwechselt werden, der etwas größer und rötlicher ist. Außerdem sind die Blattoberseiten des Beifuß nicht silberfarben.
Wermut wird zur Aromatisierung von Magenbittern oder Aperitifs verwendet. Auch Absinth wird aus alkoholischen Auszügen von Wermutkraut, Anis, Fenchel und Zitronenmelisse hergestellt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dieses als "grüne Fee" bezeichnete Getränk vor allem in Frankreich häufig konsumiert. Bekennende Liebhaber waren beispielsweise Künstler wie Toulouse-Lautrec, van Gogh und Baudelaire. Absinth führte jedoch zu erheblichen Vergiftungserscheinungen und wurde in den meisten Ländern verboten. Im Zuge der Angleichung der Rechtsvorschriften innerhalb der EU ist seine Verwendung bei Einhaltung bestimmter Höchstgrenzen des Giftstoffs Thujon mittlerweile wieder erlaubt.
Medizinisch werden die zur Blütezeit gesammelten krautigen Bestandteile des Wermuts verwendet. Hauptsächlich wird die Droge aus den ost- und südosteuropäischen Ländern importiert.
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