Startseite > Arztbesuch > Heilpflanzenlexikon > Baldrian
Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Arzneimittel & Arzneitherapie
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 23. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Heilpflanze Baldrian hat verschiedene Wirkungen, ist aber vor allem als Beruhigungsmittel bekannt. Der Name Baldrian stammt vermutlich von seinem botanischen Namen Valeriana officinalis, welcher sich vom Lateinischen valere (= kräftig, wert sein, sich wohlbefinden) ableitet. Heimisch ist der Baldrian in Europa und Teilen Asiens, aber auch in den USA.
Traditionell findet Baldrian bei Unruhe-, Angst- und Spannungszuständen Verwendung, kommt aber auch bei nervös bedingten Schlafstörungen zum Einsatz. Schwangere und Stillende sollten Baldrian nicht ohne ärztliche Rücksprache einnehmen.
Baldrian wächst in Stauden und kann eine Höhe von 50 bis 150 Zentimetern erreichen, wobei der runde und hohe Stängel meist nur in der oberen Hälfte verzweigt ist. Die hellrosa bis weißen Blüten sind in rispigen Trugdolden angeordnet und besitzen einen angenehmen Duft. Erst beim Trocknen der Blüten entsteht der charakteristische Baldrian-Geruch.
Im Volksmund ist Baldrian auch als Katzenkraut oder Katzenbaldrian bekannt, da er sein Geruch Katzen anlocken soll. Da Katzen eine exzellente Sehfähigkeit besitzen, wurde Baldrian früher auch als Augenheilmittel angepriesen. Im Mittelalter galt die Heilpflanze als Mittel gegen Pest und andere Seuchen. Eine weitere Bezeichnung, Hexenkraut, lässt sich vermutlich auf den Geruch des Baldrians zurückführen, der angeblich bösen Zauber und Hexen vertreiben sollte. Dieser typische Geruch soll der Sage nach auch dem Rattenfänger von Hameln geholfen haben, der einen Baldrianzweig an seinem Gürtel befestigt haben soll und so die Ratten anlockte. Manche führen den Namen Baldrian auch auf den germanischen Gott Baldur zurück – dies ist jedoch umstritten. Bereits Hippokrates, der wohl berühmteste Arzt des Altertums, soll Baldrian als Heilpflanze verwendet haben.
Medizinisch verwendet man in der Regel die unterirdischen Teile vom Baldrian, also die Baldrianwurzel (Valerianae radix) und deren Ausläufer.
Erfahren Sie im Heilpflanzenlexikon mehr über die sanfte Alternative aus der Natur. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.