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Schüßler-Salze

Anwendung

Stand: 5. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Schüßler-Salze finden bei ihren Anhängern Anwendung in der Therapie unterschiedlichster Krankheiten. Die Biochemie nach Schüßler geht davon aus, dass die Einnahme der Schüßler-Salze den Körper unterstützt, seine "Selbstregulation" wieder herzustellen. Bis heute liegt kein wissenschaftlicher Nachweis im Sinne der Schulmedizin über die Wirksamkeit der Methode vor.

Die Behandlungsform mit Schüßler-Salzen umfasste ursprünglich nur zwölf sogenannte "Funktions-" oder "Hauptmittel". Mittlerweile erweitern zwölf "Ergänzungsmittel" das Therapieangebot. Die Bezeichnung der zwölf Hauptmittel als "Funktionsmittel" leitet sich von der Annahme ab, jedes dieser Schüßler-Salze wirke auf die Funktion eines bestimmten Organs. Alle 24 Schüßler-Salze werden nach dem Verfahren der Homöopathie hergestellt. Dies hat zur Folge, dass die eigentlichen Wirkstoffe nur in sehr niedriger Konzentration vorliegen.

Die Biochemie nach Schüßler kennt außerdem sogenannte Konstitutions- und Regulationsmittel. Diese Schüßler-Salze kommen zur Anwendung, wenn die Krankengeschichte, die Art der Symptome und der Verlauf der Erkrankung für ihren Einsatz sprechen.

In der Regel nimmt der Patient nur ein Schüßler-Salz ein. Sind mehrere Mittel für die Behandlung nötig, sollte er sie im Wechsel an verschiedenen Tagen einnehmen. Meist reicht eine Dosis von dreimal täglich einer Tablette. Manche Salze gibt es nicht nur in Form einer Tablette, sondern auch als Salbe.

Wer Schüßler-Salze einnimmt, sollte Folgendes beachten:

  • Die Tabletten nicht schlucken, sondern langsam im Mund zergehen lassen.
  • Während der Therapie auf Koffein, Alkohol, Nikotin und scharfe Gewürze verzichten (dies empfehlen manche Therapeuten).

Über welchen Zeitraum Schüßler-Salze zur Anwendung kommen, hängt von der Art und Schwere der Krankheit ab. Hierbei gilt: Langwierige (chronische) Erkrankungen erfordern, dass die Therapie über eine lange Dauer erfolgt. Die tägliche Dosis an Schüßler-Salzen sollte dabei niedrig sein.

Schüßler-Salze lassen sich den Salzen der Erdalkalimetalle Magnesium und Kalzium, denen der Alkalimetalle Kalium und Natrium sowie den Salzen des Metalls Eisen und des Halbmetalls Silizium zuordnen. Die Bezeichnungen der zwölf Haupt- oder Funktionsmittel der Schüßler-Salze lauten (deutsche Namen in Klammern):

  1. Calcium fluoratum (Kalziumfluorid, Flussspat)
  2. Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat, phosphorsaurer Kalk )
  3. Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
  4. Kalium chloratum (Kaliumchlorid)
  5. Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)
  6. Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat)
  7. Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)
  8. Natrium chloratum (Natriumchlorid, Kochsalz)
  9. Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
  10. Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)
  11. Silicea (Quarz, Kieselsäure)
  12. Calcium sulfuricum (Kalziumsulfat, Gips)

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