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Autor: Onmeda-Redaktion
Die Neuraltherapie ist ein naturheilkundliches Verfahren. Therapeuten nutzen diese Methode, um Erkrankungen aufzuspüren und Schmerzen, organische Störungen und chronische Entzündungen zu lindern. Dazu spritzen sie örtlich wirksame Betäubungsmittel in spezielle, vorher definierte Körperstellen.
Die Neuraltherapie stützt sich auf zwei Theorien. Die Störfeldtheorie beruht auf der Vorstellung, dass krankhafte Prozesse, Verletzungen oder Narben in einem Organ Einfluss auf andere Organe haben können. Therapeuten bezeichnen die auslösenden Stellen auch als Herd, Fokus, Störfeld oder Irritationszentrum. Vertreter der Neuraltherapie sind der Meinung, dass der Körper für einen kurzen Zeitraum derartige Störungen ausgleichen kann. Bleiben die Störherde jedoch langfristig bestehen, können sie letztendlich Beschwerden oder Krankheiten verursachen. Nach der Störfeldtheorie ist es möglich, dass Krankheiten in einer Körperregion ihre Ursache in anderen Körperregionen haben. Therapeuten erkennen ein aktives Störfeld, indem sie an der entsprechenden Stelle ein lokales Betäubungsmittel, zum Beispiel Lidocain oder Procain, spritzen. Verschwinden die Beschwerden an anderen Körperstellen daraufhin, ist das aktive Störfeld identifiziert.
Die Segmenttheorie der Neuraltherapie beruft sich auf die Erkenntnis, dass es Nervenverbindungen zwischen den Organen und der Haut gibt. Die Reaktionen jedes Körperabschnitts zeigen sich demnach auf bestimmten Hautarealen, den sogenannten Head-Zonen. Ist die Haut in einer bestimmten Zone sehr empfindlich, kann dies zum Beispiel auf eine Erkrankung des damit verbundenen Organs hindeuten. Anschließend spritzt der Therapeut ein lokales Betäubungsmittel in die Hautpartie, die mit dem erkrankten Organ zusammenhängt, um so Störungen gezielt zu behandeln.
Vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ist die Neuraltherapie sehr verbreitet. Bislang ist dieses alternative Verfahren jedoch nicht wissenschaftlich anerkannt, sodass gesetzlich Versicherte die Kosten für die Behandlung selbst übernehmen müssen.
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