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Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Über die Wirksamkeit der Neuraltherapie gibt es nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen. Zwar traten in diesen Studien mitunter positive Ergebnisse auf – aufgrund der geringen Teilnehmerzahl ist eine allgemein gültige Aussage über die Wirksamkeit jedoch nicht möglich. Viele Mediziner raten daher davon ab, die Neuraltherapie einzusetzen. Wer sich dennoch für eine Neuraltherapie entscheidet, muss die Kosten dafür in der Regel selbst tragen.
Die Neuraltherapie beruht auf einem Kunstfehler, der dem deutschen Arzt Ferdinand Huneke (1891-1966) bei der Behandlung seiner Schwester passierte. Er spritzte ihr das lokale Betäubungsmittel Procain versehentlich in eine Vene statt in einen Muskel. Daraufhin verschwanden ihre Kopfschmerzen innerhalb von wenigen Sekunden.
In weiteren Experimenten fand Huneke heraus, dass auch örtlich gespritztes Procain wirksam ist. Dabei spritzte er das Betäubungsmittel in die Unterschenkelnarbe einer Patientin, woraufhin diese bemerkte, dass ihre hartnäckigen Schulterschmerzen innerhalb weniger Sekunden verschwanden. Dieses Ereignis bezeichnet man auch als Sekundärphänomen oder Huneke-Phänomen. Aus diesen Beobachtungen entwickelte Huneke die These, dass sich Beschwerden an bestimmten Körperregionen durch Injektionen an anderen Körperstellen behandeln lassen.
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