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Stand: 20. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Hydrotherapie ist die Bezeichnung für alle therapeutischen Heilbehandlungen mit Wasser. Die heilsamen Effekte beruhen dabei auf dem Temperaturunterschied zwischen Körper und Wasser.
Bei den verschiedenen Heilbehandlungen der Hydrotherapie setzen die Therapeuten Wasser ein. Je nach Krankheitsbild behandeln die Therapeuten mit kaltem, warmem, wechselwarmem, heißem Wasser oder mit Wasserdampf. Die Wasserbehandlungen dienen dazu, den Kreislauf anzuregen und die eigenen Abwehrkräfte zu fördern. Als bekannteste Vertreter der Hydrotherapie gelten Vincenz Prießnitz (1799-1851) und Sebastian Kneipp (1821-1897).
Wasser ist nicht nur "Lebenselixier", sondern auch ein vielseitiges Heilmittel. Die gesundheitsfördernden Behandlungen mit Wasser waren schon den antiken Griechen und Römern bekannt. Die Hydrotherapie, also Wasseranwendungen, lindern Gelenk- und Muskelbeschwerden, stärken den Kreislauf und das Immunsystem.
Typische Formen der Hydrotherapie sind Kneippsche Güsse, Bäder, Wickel oder Dampfsaunen. Aber auch Ganzkörperwaschungen und Bürstenmassagen, Wassertreten und Druckstrahlanwendungen gehören zur Hydrotherapie.
Die unterschiedlichen Temperaturen des Wassers reizen den menschlichen Körper im positiven Sinne: Sie regen die Durchblutung an, senken gleichzeitig den Blutdruck, wirken entspannungsfördernd auf die Muskulatur, bauen Stress ab und können letztlich zu einer verbesserten Immunabwehr und damit zu milderen Krankheitsverläufen beitragen sowie Infektionen vorbeugen.
In der Medizin und Physiotherapie ist die Hydrotherapie anerkannt und gängig, insbesondere zur Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen. Naturheilkundler kombinieren die Hydrotherapie mit anderen Maßnahmen wie vollwertiger Ernährung und Entspannungstechniken, um den gesamten Organismus zu behandeln und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Bei akuten und chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krampfadern, Hautentzündungen mit offenen Wunden und grippalen Infekten sollten Sie jedoch auf die Hydrotherapie verzichten, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt – er kann Sie diesbezüglich beraten.
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