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Hydrotherapie

Durchführung

Stand: 26. Februar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Im Prinzip kann jeder eine Wasserbehandlung bei sich selbst im eigenen Badezimmer anwenden. Es ist jedoch ratsam, die Hydrotherapie unter fachlicher Anleitung durchzuführen. Eine warme Dusche wirkt entspannend, kaltes Abduschen der Beine und Arme durchblutungsfördernd und belebend. Je nach Stärke des Strahls massiert das Wasser auch Muskeln und Gewebe.

In der Hydrotherapie kommen folgende Anwendungen zum Einsatz:

  • Wassertreten: Die Patienten "durchstapfen" ein Becken mit etwa kniehohem, kaltem Wasser.
  • Kneippsche Güsse oder Flachgüsse: Mit geringem Druck zielt der Wasserstrahl auf Arme, Beine, Rücken, Gesicht oder den ganzen Körper der stehenden Person. Beginnen sollte man möglichst mit den Füßen und den Streckseiten der Arme, ehe man mit dem Strahl langsam in Richtung Körpermitte oder Kopf zielt.
  • Druckstrahlgüsse oder Blitzgüsse: Der Behandler richtet dabei den Wasserstrahl mit mittlerem oder starkem Druck auf den Köper des Patienten.
  • Wickel und Packungen: Dabei bedeckt ein feuchtes Innentuch entweder nur einzelne Körperstellen oder mehr als die Hälfte der Körperoberfläche. Ein trockenes Außentuch "verpackt" diesen Umschlag.
  • Abreibungen: Man legt ein feuchtes Tuch auf die betreffende Körperstelle und reibt sie mit der Hand ab, um in diesem Bereich die Durchblutung anzuregen.
  • Bewegungsbäder: Bei Erkrankungen der Wirbelsäule oder Knochenbrüchen können im Wasser gymnastische Übungen, manchmal in Kombination mit Unterwassermassagen, die Heilung beschleunigen.
  • Bäder: Es gibt sogenannte Hydrotherapie-Teilbäder, bei denen nur die Arme und Beine in kaltem und/oder heißem Wasser stehen. Bei Bürstenbädern massieren Bürsten die Haut. In einem Stangerbad sorgt ein galvanischer Strom im Wannenwasser für den hydrotherapeutischen Effekt. Der sanfte Stromreiz lindert Schmerzen und fördert die Durchblutung.
  • Dämpfe: Heißer Wasserdampf, der eventuell mit Kräutern versetzt ist, entfaltet seine wohltuende Wirkung zum Beispiel in Saunen und türkischen Dampfbädern.

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