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HomöopathieHerstellung von PotenzenStand: 19. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion Als dritten Grundpfeiler (neben der Ähnlichkeitsregel und dem Arzneimittelbild) sehen Homöopathen die Herstellung von Potenzen an: Um die zur homöopathischen Behandlung vorgesehenen Mittel herzustellen, verdünnt (potenziert) man die Ursubstanzen in mehreren Schritten. Dabei verschüttelt beziehungsweise verreibt man beispielsweise für sogenannte Dezimal-Potenzen (D-Potenzen, 1:10) einen Teil der Ursubstanz mit neun Teilen Verdünnungsmittel (Alkohol, Milchzucker). In einer nächsten Stufe vermischt (dynamisiert) man einen Teil der Verdünnung mit weiteren neun Teilen Verdünnungsmittel; die Potenz wäre dann D2. Neben Dezimalpotenzen gibt es in der Homöopathie auch Centesimal-Potenzen (C-Potenzen) mit einer Verdünnung von 1:100 und Quinquaginta-Millesimal-Potenzen (Q- oder LM-Potenzen) mit einer Verdünnung von 1:50.000. Einer Potenz von D6 oder C3 entspräche eine Endverdünnung von 1:1.000.000. Ab D23 befindet sich aus chemischer Sicht kein Ausgangsmolekül mehr in der Lösung. Hahnemann verdünnte die Substanzen zunächst, um eine giftige Wirkung oder Überreaktionen bei den Behandelten auszuschließen. Anschließend gelangte er zu der Überzeugung, dass sich die Wirksamkeit durch eine Potenzierung steigern lässt. Homöopathen betrachten den Organismus als ein empfindliches biologisches System, das die Information des Arzneimittels auch bei einem nur minimalen Reiz empfangen kann. Bei niedrigen Potenzen (D1 bis etwa D10) kann man noch von einem Wirkmechanismus im Sinne der Schulmedizin ausgehen. Obwohl sich in Hochpotenzen keine Moleküle der Ursubstanz mehr nachweisen lassen, glauben Befürworter von Hochpotenzen in der Homöopathie, dass dennoch eine Information in Form eines bestimmten Energiemusters darin enthalten ist. Das Energiemuster des Verdünnungsmittels soll sich durch den Potenzierungs- und Dynamisierungsvorgang verändert haben und die Lebenskraft, die laut Hahnemann den Organismus belebt und in harmonischer Funktion in Gefühlen und Tätigkeiten erhält, beeinflussen. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaHomöopathie
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