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Stand: 27. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Enzymtherapie hat eine lange Geschichte: Die Menschen in Südamerika wissen schon seit mehreren Tausend Jahren um die naturheilkundliche Bedeutung mancher dort heimischen Pflanzen (Ananas bzw. Papaya: aus ihnen gewinnt man die Enzyme Bromelain und Papain) und nutzen sie als Bestandteil ihrer traditionellen Medizin, um zum Beispiel die Wundheilung zu fördern.
Im 19. Jahrhundert fanden Wissenschaftler heraus, dass Enzyme bestimmte chemische Reaktionen beschleunigen können, ohne selbst an der Reaktion beteiligt zu sein. Im Jahr 1939 begründete der Forscher Max Wolf (1885-1975) dann die moderne Geschichte der Enzymtherapie, indem er als Erster das Verfahren zur systemischen Behandlung von krebskranken Menschen einsetzte. Dabei nutzte er eine Mischung aus pflanzlichen und tierischen eiweißspaltenden Enzymen. Dahinter steckte die Idee, vielleicht mit solchen Enzymen die tumorzerstörende Aktivität des Serums, die bei Menschen mit Krebs nicht mehr gegeben ist, wiederherstellen zu können. Hintergrund dieser Idee war, dass der Mensch mit zunehmendem Lebensalter ein höheres Krebsrisiko hat und gleichzeitig weniger eiweißspaltende Enzyme (z.B. in der Bauchspeicheldrüse) bildet.
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