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Stand: 29. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Elektrotherapie umfasst verschiedene Behandlungsmethoden. Zu häufig angewendeten Formen zählen beispielsweise die Galvanisation, die Kurzwellentherapie oder die Reizstromtherapie.
Die Durchführung richtet sich nach dem jeweiligen Beschwerdebild. Der Physiotherapeut wendet die Elektrotherapie dabei an einem oder mehreren Körperteilen an und setzt dabei unterschiedliche Stromformen ein, so etwa Gleichstrom, niederfrequente Ströme oder mittlere und hohe Frequenzen. Dabei passt er die jeweiligen Stromstärken individuell an.
Die Galvanisation ist eine Gleichstromtherapie, bei der konstante Ströme gleicher Richtung eingesetzt werden. Mithilfe von Plattenelektroden oder hydroelektrischen Teilbädern überträgt sich der Strom auf den Körper, bis die Person ein leichtes Kribbeln verspürt. Eine Sonderform der Galvanisation ist das Stangerbad (hydroelektrisches Vollbad), bei dem die Person in einer Badewanne liegt. An dieser sind im Außenbereich mehrere Elektroden angebracht, sodass der Körper in der Badewanne den galvanischen Gleichstrom spürt. Je nach Polung wirkt das Stangerbad auf das zentrale Nervensystem dämpfend oder anregend. Die Dauer einer Behandlung beträgt 10 bis 40 Minuten. Nerven und Muskeln werden bei der Galvanisation nicht erregt.
Die Reizstromtherapie ist ein Elektroverfahren, um geschwächte Muskeln durch einen schwachen, niederfrequenten Reizstrom zu Kontraktionen anzuregen. Je nach Krankheitsstadium werden unterschiedliche niedrige Frequenzen eingesetzt. Die Reizstromtherapie soll die Muskulatur kräftigen. Um Erfolge zu erzielen, wird eine tägliche Behandlung im Umfang von 30 Minuten über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen empfohlen.
Die Kurzwellentherapie arbeitet mit Wellen im Hochfrequenzbereich. Die kurzwellige elektromagnetische Energie erzeugt im Körper Wärme. Durch unterschiedliche Dosierungsstufen kann die Wärmeauswirkung an verschiedenen Körperstellen kontrolliert werden. Die Kurzwellentherapie wird vorwiegend bei Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie der Atemwege angewendet. Die Anwendungsdauer beträgt sechs bis zwölf Behandlungen mit verschiedenen Wärmedosierungsstufen. Je nach Erkrankungsstadium wird die Dauer und Stärke der Strombehandlung festgelegt.
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