Die Zunge: Weitere Funktionen der Zunge

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Juni 2013)

Neben der Geschmackserkennung hat die Zunge noch viele weitere Funktionen. So kann der Mensch durch Abtasten mit der Zunge zunächst überprüfen, ob die aufgenommene Nahrung Fremdkörper, wie zum Beispiel Fischgräten oder Splitter von Knochen, enthält.

Auch für die Nahrungsaufnahme erfüllt die Zunge wichtige Aufgaben. Durch ihre Beweglichkeit kann sie die aufgenommene Nahrung formen, zwischen den Zähnen positionieren und mit Speichel vermischen. Der Speichel kommt aus kleinen Speicheldrüsen unter der Zunge – er wird durch Druck des Zungenmuskels freigegeben. Schließlich befördert die Zunge den entstandenen Nahrungsbrei in den Rachen und bringt ihn so in die richtige Position zum Runterschlucken.

Von besonderer Bedeutung ist die Zunge für Säuglinge: Mit ihrer Hilfe entsteht im Mund des Babys ein Unterdruck, der notwendig ist, um an der Brust der Mutter saugen zu können.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Zunge beim Sprechen: Zusammen mit Lippen und Zähnen bringt sie die Laute der Stimmbänder in deutliche Buchstaben und Wörter, wobei mehr als 20 verschiedene Zungenbewegungen zum Einsatz kommen. So werden die Buchstaben "t", "d", "l" und das gerollte "r" von der Zunge gebildet.

Schließlich beherbergt die Zunge einen Teil des körpereigenen Abwehrsystems: Auf dem hinteren Teil der Zunge, dem sogenannten Zungengrund, befinden sich Abwehrzellen, die man als Zungenmandel bezeichnet. Zusammen mit den Gaumenmandeln und der Rachenmandel dient sie als Schutzschild vor Erregern.