Speichel: Wie entsteht Speichel?

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (13. Juni 2016)

Durch den Speichel, den die Kopfspeicheldrüsen jeden Tag bilden, ist die gesamte Mundhöhle stets mit einem etwa 0,1 Millimeter dicken, schützenden Speichelfilm ausgekleidet.

Es gibt verschiedene Arten von Kopfspeicheldrüsen, die Speichel in unterschiedlicher Konsistenz produzieren. So unterscheidet man zwischen großen und kleinen Speicheldrüsen.

Die drei großen Kopfspeicheldrüsen sind jeweils paarweise vorhanden. Zu ihnen zählen:

  • 2 Unterkieferdrüsen an der Innenseite des Unterkiefers (Glandulae submandibularis),
  • 2 Unterzungendrüsen (Glandulae sublingualis) unterhalb der Zunge im Mundboden sowie
  • 2 Ohrspeicheldrüsen (Glandulae parotis), die sich unterhalb der Ohren befinden und im Oberkiefer in den Mundraum münden.

Die großen Kopfspeicheldrüsen bilden etwa 90 Prozent des gesamten Speichels. Den Rest übernehmen die kleinen Speicheldrüsen: Bis zu 1.000 von ihnen befinden sich in der Schleimhaut von Mundraum, Rachen und Lippen.

Darstellung der großen Kopfspeicheldrüsen. © Jupiterimages/iStockphoto

Die großen Kopfspeicheldrüsen des Menschen: die Unterzungendrüsen (links), die Unterkieferdrüsen (Bildmitte) und die Ohrspeicheldrüsen mit dazugehörigen Nerven (rechts). Der Speichel gelangt durch ein Gangsystem in ein beerenförmiges Endstück der jeweiligen Drüse, das in den Mund führt.