Das Skelett: Becken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Februar 2014)

Das Skelett des Beckens (Pelvis) besteht aus den beiden Hüftbeinen (Ossa coxae) und dem Kreuzbein (Os sacrum).

Kreuzbein und Hüftbein sind auf beiden Seiten durch die Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (rechtes und linkes Iliosakralgelenke) miteinander verbunden. Zusätzlich treffen die beiden Hüftbeine vorne an der Schambeinfuge (Symphyse) aufeinander.

Iliosakralgelenk und Schambeinfuge verbinden Kreuzbein und Hüftbeine zu einem stabilen, aber weitgehend unbeweglichen Ring. Erst zwischen dem 14. Und 16. Lebensjahr verschmilzt das vormals dreiteilige Hüftbein zu einem einteiligen Knochen. Vorher besteht jedes der beiden Hüftbeine aus einem Darmbein (Os ilium), einem Sitzbein (Os ischii) und einem Schambein (Os pubis).

Das Becken-Skelett gliedert sich in das große und das kleine Becken. Die Grenze zwischen großem und kleinem Becken verläuft ausgehend von der Bandscheibe, die zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein liegt. Sie orientiert sich entlang der bogenförmigen, knöchernen Linie (Linea arcurata) sowie dem oberen Rand der Schambeinfuge (Symphyse). Die Grenze zwischen großem und kleinem Becken bildet gleichzeitig den Beckeneingang.

Abbildung des Becken-Skeletts

Becken-Skelett

Das große Becken bildet sich aus den Beckenschaufeln der Darmbeine und dem Kreuzbein, während sich das kleine Becken aus den beiden Schambeinen und den beiden Sitzbeinen zusammensetzt. Aufgrund ihrer Form bildet sich zwischen Schambein und Sitzbein eine Öffnung aus, das sogenannte Hüftbeinloch (Foramen obturatum), das durch eine Membran aus Bindegewebe verschlossen ist. Der Beckenausgang befindet sich am hinteren Ende des kleinen Beckens auf Höhe des Steißbeins. Beckeneingang, Beckenausgang und der dazwischen liegende Beckenkanal bilden bei Frauen den Geburtskanal aus.

Aus diesem Grund unterscheidet sich die Form des Beckenkanals zwischen Männern und Frauen. Bei Frauen laden die beiden Beckenschaufeln weiter seitlich aus. Der Übergang vom großen zum kleinen Becken ist beim weiblichen Becken quer oval geformt. Insgesamt ist das weibliche Becken größer als das männliche Becken, das zusätzlich durch das deutlicher hervor tretende Kreuzbein, das in der Beckenhinterwand integriert ist, eingeengt wird. Außerdem sind die beiden Schambeinäste beim weiblichen Becken größer als beim männlichen Becken.