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Der Rücken (Dorsum)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (01. September 2009)

Überblick

Als Rücken (fachsprachlich Dorsum) bezeichnet man die Rückseite des Oberkörpers, genauer die Region, die an der Unterkante des Nackens beginnt und bis zum Gesäß reicht. Der Rücken entspricht grob der hinteren Wand des Rumpfes. Markanteste Struktur des Rückens ist die Wirbelsäule.

Zu den Seiten hin geht der Rücken ohne scharfe Grenzen im oberen Bereich in die Brustwand und im unteren Bereich in die Bauchwand über. Der Rücken besteht zum einen aus Knochen, Gelenken und Bändern, zum Beispiel der Wirbelsäule und den Brustrippen; zum anderen liegen unter der Haut große Muskeln, die an den Knochen ansetzen und den Körper aufrecht halten. Es gibt eine Gruppe oberflächlich verlaufender und eine Gruppe in der Tiefe verlaufender Muskeln. Die zwei dicken Muskelstränge rechts und links von der Wirbelssäule werden als Musculus erector spinae bezeichnet. Sie zeichnen sich neben der Furche in der Mitte des Rückens mehr oder weniger ausgeprägt als "Wülste" ab. Gegenspieler der Rückenmuskeln sind die Bauch- und vorderen Halsmuskeln.

Als zentrales Element des Rückens sorgt die Wirbelsäule mit ihren Wirbeln, Zwischenwirbeln und Bändern für die nötige Stabilität. Zugleich verleiht ihr Aufbau dem Rücken aber auch eine hohes Maß an Beweglichkeit. Die einzelnen Wirbelkörper schützen außerdem das im sogenannten Spinalkanal verlaufende Rückenmark. Dies ist besonders wichtig, da das Rückenmark aus Nervenfasern besteht, die sehr empfindlich auf Verletzungen reagieren.

Der Rücken findet zudem Eingang in eine Reihe von Redewendungen, etwa bei: "Jemandem in den Rücken fallen." oder "Ein schöner Rücken kann auch entzücken." Dem Rücken kommt in medizinischer Sicht eine große Bedeutung zu: Er ist häufig Ausgangspunkt für Schmerzen und Beschwerden, etwa beim akuten Hexenschuss oder bei wiederholt auftretenden, lästigen Rückenschmerzen.






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