Der Rücken: Bandscheiben

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. März 2016)

Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben (auch: Zwischenwirbelscheiben, Disci intervertebrales), welche gemeinsam mit den Bändern dafür sorgen, dass die Wirbelsäule sowohl stabil als auch beweglich bleibt. Die Bandscheiben bestehen aus einem faserigen, derben Ring (Anulus fibrosus), welcher einen gelartigen Kern (Nucleus pulposus) umschließt. Die Fasern des Anulus fibrosus sind schraubenförmig angeordnet und durch Fasern mit den Grund- und Deckplatten der benachbarten Wirbelkörper verbunden.

Der wasserhaltige Nucleus pulposus dient dem Druckausgleich beziehungsweise als Stoßdämpfer. Durch das auf ihm lastende Gewicht wird Wasser abgepresst. Deshalb flacht sich die Bandscheibe im Laufe des Tages ab. Die meisten Menschen sind daher abends bis zu drei Zentimeter kleiner als morgens. Im Schlaf nehmen die Bandscheiben dann wieder ihre alte Form an. Im Kreuzbein sind alle Wirbelsäulenelemente miteinander verwachsen. Es ist daher unbeweglich.

Video: Künstliche Bandscheibe – wie wird sie eingesetzt?

Die Beweglichkeit der einzelnen Wirbelkörper gegeneinander ist relativ gering und in der Halswirbelsäule dabei größer als in der Lendenwirbelsäule – sie hat vor allem stützende Funktionen. Die Dicke der Bandscheiben nimmt von der Hals- zur Lendenwirbelsäule hin zu.

Video: Wie macht sich der Verschleiß der Bandscheibe bemerkbar?

Muskulatur, Knochen, Bänder und Gelenke bilden zusammen das Bewegungssegment. Verschleißerscheinungen in diesem fein abgestimmten System können vor allem zu Verspannungen der Rückenmuskulatur, Schädigung der Nerven, Schwellungen und einer verschlechterten Durchblutung führen. Diese Kettenreaktion im Bewegungssegment kann auf Dauer chronische Rückenschmerzen zur Folge haben.