Der Rücken: Bänder

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. März 2016)

Die Bänder (fachsprachlich: Ligamenta, Einzahl: Ligamentum) halten die einzelnen Wirbel zusammen und sorgen dafür, dass die Wirbelsäule stabil bleibt. Zugleich gewährleisten sie auch eine gewisse Beweglichkeit. Je ein vorderes und hinteres Längsband verläuft über die ganze Länge der Wirbelsäule. Das vordere Längsband ist mit den Wirbelkörpern verwachsen und verspannt diese untereinander.

Das hintere Längsband dagegen ist mit den Bandscheiben verwachsen und überspringt die Wirbelkörper. Da die Spannung dieser Bänder von der Höhe der Bandscheiben abhängt, bewirkt eine Höhenabnahme eines Zwischenwirbelraums eine Entspannung besonders des hinteren Längsbandes. Dadurch werden rasch weitere Segmente destabilisiert.

Die Wirbelbögen sind auch durch Bänder (Ligamenta flava)  miteinander verbunden. Zusammen mit der Rückenmuskulatur verhindern sie ein "Vornüberkippen" der Wirbelsäule. Das Band zwischen den Dornfortsätzen (Ligamentum interspinale) stabilisiert die Beugungsbewegung.