Die Nieren: Nierenmark

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Juni 2013)

Das Nierenmark (Medulla renalis) besteht pro Niere im Durchschnitt aus 16 bis 20 sogenannten Pyramiden (Markpyramiden), deren Spitzen zum Inneren der Niere in Richtung Nierenbecken zeigen. Einzelne Pyramiden können miteinander verwachsen sein.

Die Pyramidenspitzen (Nierenpapillen) sind übersät von kleinen Öffnungen, den sogenannten Harnporen. Über diese Öffnungen gelangt der aus den Nierenkanälchen kommende Harn in die Nierenkelche, welche in das Nierenbecken übergehen. Das Nierenbecken wiederum mündet im Harnleiter (Ureter), über den der Harn in die Blase abfließt.

Die Nierenkanälchen durchqueren die im Nierenmark liegenden Pyramiden. Auf dem Weg durch die Nierenkanälchen nimmt der Körper viele Bestandteile des Primärharns und fast die gesamte Flüssigkeit wieder auf – sie bleiben dem Körper also erhalten. Dies führt zu einer Konzentration des Primärharns: Das Ergebnis ist der eigentliche Harn (Urin) oder sogenannte Sekundärharn. Pro Tag entstehen so etwa 1,5 bis 2 Liter Harn.