Nekrose: Apoptose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Oktober 2013)

Die neben der Nekrose zweite Form des Zelltodes, die Apoptose, ist ein programmierter, gesteuerter Zelltod. Zellen, die nicht mehr einwandfrei funktionieren, die überschüssig oder unerwünscht sind, gehen bei der Apoptose in einem regulierten Prozess zugrunde. Dabei kann es unter anderem Tumorzellen, mit Viren infizierte Zellen oder Abwehrzellen nach einer überstandenen Infektion betreffen.

Ein Vorteil der Apoptose gegenüber der Nekrose: Es kommt nicht zu einer Entzündungsreaktion. Im Unterschied zur Nekrose bleibt bei der Apoptose die Zellmembran intakt (sog. "Zellmumien") beziehungsweise die Zelle zerbricht in größere Bruchstücke mit intakter Membran. Bestimmte Fresszellen entsorgen die apoptotischen Zellen schließlich.

  • Eine Apoptose kann Folge äußerer Einwirkung sein,
  • ebenso aber durch körpereigene Signale bedingt sein.

Anders als bei der Nekrose, bei der ein Zellverband oder Gewebe zugrundegeht, vollzieht sich die Apoptose an einzelnen Zellen und entsteht durch das genetische Programm der Zelle. In vielen Fällen treten Nekrose und Apoptose gleichzeitig auf, zum Beispiel bei Organschäden.