Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Der Magen (Gaster, Ventriculus)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (15. April 2011)

Allgemeines

Der Magen ist ein muskulöses Hohlorgan des Verdauungstrakts, das die aufgenommene Nahrung mithilfe des sauren Magensafts zerkleinert. Der so entstandene Speisebrei gelangt zur weiteren Verdauung schubweise in den Dünndarm.

Wie lange es dauert, bis aufgenommene Nahrung vom Magen in den Dünndarm gelangt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Etwa von der Beschaffenheit (flüssig oder fest) oder der Zusammensetzung der Nahrung (Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße), aber auch von körpereigenen Signalen durch Hormone oder dem Füllungszustand. Ist der Magen leer, dauert es beispielsweise nur circa 10 bis 20 Minuten, bis Wasser den Magen passiert hat. Feste Nahrungspartikel können dagegen erst dann in den Dünndarm gelangen, wenn sie genügend zerkleinert wurden. Dazu müssen die Partikel kleiner als 2 Millimeter sein – in der Regel sind sie jedoch sogar kleiner als 0,25 Millimeter. Feste Nahrung bleibt im Allgemeinen zwischen einer und sechs Stunden im Magen. Der Magen ist dadurch auch ein Zwischenspeicher für die Nahrung.

Aufbau der Verdauungsorgane

Der Magen befindet sich zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm.

Daneben erfüllt der Magen eine weitere Funktion: Durch die Magensäure stellt er eine erste Barriere für Bakterien dar und schützt so auch vor Erkrankungen. Der größte Teil der aufgenommenen Bakterien überlebt die Passage durch den Magen nicht.

Im ungefüllten Zustand ist der Magen des Menschen etwa 20 Zentimeter lang und hat ein Fassungsvermögen von durchschnittlich 1,2 bis 1,6 Litern. Form, Größe und Lage des Magens hängen zudem von individuellen Faktoren wie Lebensalter, Füllungszustand oder Körperlage ab.

Der Begriff "Magen" stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie "Beutel". Die medizinische Fachbezeichnung für den Magen lautet Ventriculus oder auch Gaster. Die häufigsten krankhaften Veränderungen des Magens sind das Magengeschwür (Ulcus ventriculi) und die Magenschleimhautentzündung (Gastritis).






Anzeige