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Die Lunge

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (10. August 2012)

Allgemeines

Die Lunge (Pulmo) besteht aus zwei Lungenflügeln und nimmt fast den gesamten Brustraum ein. Nach unten grenzt sie an das Zwerchfell. Die Lunge besteht aus einem schwammigen Gewebe, in dem sich die Atemwege von den Bronchien bis hin zu den Lungenbläschen in immer feinere Verästelungen aufteilen.

Die Lunge dient der Atmung des Menschen und damit dem Gasaustausch. Sie ermöglicht, dass sauerstoffhaltige Luft in den Körper gelangt und sauerstoffarme abgegeben wird. Der Mensch nimmt Luft über die Nase oder auch durch den Mund auf. Das Innere der Nase ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die die eingeatmete Luft anfeuchtet, erwärmt und von Verschmutzungen reinigt. Nasen- und Mundhöhle sind über den Rachen miteinander verbunden. Über den Kehlkopf erreicht die Luft zunächst die Luftröhre (Trachea). Diese ist ein zehn bis zwölf Zentimeter langes, biegsames Rohr, das sich vor dem vierten Brustwirbel teilt und in der Luftröhrengabel (Bifurcatio tracheae) in zwei Hauptbronchien aufgabelt – eine für den rechten, eine für den linken Lungenflügel.

Das Bild zeigt den schematischen Aufbau der Bronchien.

Darstellung der Lunge: Bronchien und Lappen

Die beiden Hauptbronchien der Lunge teilen sich wiederum rechts in drei und links in zwei sogenannte Lappenbronchien:

  • rechter Lungenflügel: Der rechte Lungenflügel besteht aus
    • einem oberen Lungenlappen (Lobus superior),
    • einem mittleren Lungenlappen (Lobus medius) und
    • einem unteren Lungenlappen (Lobus inferior).
  • linker Lungenflügel: Der linke Lungenflügel besteht nur aus
    • einem oberen Lungenlappen (Lobus superior) und
    • einem unteren Lungenlappen (Lobus inferior) und hat daher ein etwas geringeres Volumen als der rechte Flügel.

Jeder Lungenlappen teilt sich außerdem in mehrere Untereinheiten (rechts 10, links 8-10), sogenannte Segmente. Innerhalb jedes Segmentes teilt sich das Gewebe der Lunge weiter in Läppchen (Lobuli) auf. Am Ende dieser fortlaufenden Verzweigungen findet man schließlich die Bronchiolen, die über die Alveolargänge in die Lungenbläschen (Alveolen) übergehen.

Die Lungenbläschen sind von einem Netz feinster Blutgefäße (Kapillarnetz) umgeben. Das Gewebe zwischen Lungenbläschen und den blutgefüllten Kapillaren ist außerordentlich dünn, es macht nur etwa einen Mikrometer aus. Auf diese Weise begünstigt es den Übertritt von Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft ins Blut. Während das Blut durch die Lungenkapillaren fließt, binden die roten Blutkörperchen frischen Sauerstoff und geben dafür Kohlendioxid ab, damit es über die Ausatemluft den Körper verlassen kann.






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