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Die Leber (Hepar)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (02. Dezember 2016)

© iStock

Die Leber (medizinisch: Hepar) ist das größte innere Organ des menschlichen Körpers und wiegt im Durchschnitt 1,2 bis 1,8 Kilogramm. In ihrer Funktion als Drüse produziert die Leber die Gallenflüssigkeit, die später in der Gallenblase zur Galle eingedickt wird und für die Verdauung von Fetten wichtig ist.

Die Leber hat daneben viele weitere wichtige Funktionen für den menschlichen Körper, etwa für den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen (Proteinen) – dazu gehören auch Eiweiße der Blutgerinnung.

Die Leber: Illustration Innere Organe © LifeART image/2001/ Lippncott Williams & Wilkins all rights rese

Die Leber liegt im Oberbauch rechts, direkt unter dem Zwerchfell.

Die Leber ist zudem in der Lage, körpereigene und körperfremde schädliche Stoffe (z.B. Stoffwechselabfälle, Alkohol, Medikamentenreste, Schadstoffe) unschädlich zu machen und nimmt damit die Rolle einer Art "Entgiftungsstation" ein – jedenfalls bis zum einem gewissen Grad: Wer zum Beispiel regelmäßig große Mengen an Alkohol konsumiert, überfordert seine Leber auf Dauer und schädigt sie dadurch.

Durch die Leber fließen täglich große Mengen Blut:
Innerhalb von 24 Stunden fließt das gesamte Blutvolumen des Menschen etwa 350- bis 500-mal durch die Leber. Hochgerechnet entspricht das rund 2.000 Liter pro Tag.

Die Leber hat zudem eine Eigenschaft, die sie von den meisten anderen Organen und Geweben des menschlichen Körpers unterscheidet: Sie ist in der Lage, sich zu erneuern. Gehen Teile der Leber zugrunde (etwa durch Giftstoffe oder Krankheitserreger) oder werden operativ entfernt, beginnt die Leber mit der Regeneration dieser fehlenden Bereiche, indem sich gesunde Leberzellen vermehrt teilen. Auf diese Weise wächst zum Beispiel ein operativ entfernter Leberlappen in nur wenigen Wochen nach und verhilft der Leber damit wieder zu voller Funktionsfähigkeit, sofern der verbliebene Teil gesund ist.


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