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Insulin

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (31. März 2011)

Schlüsselrolle bei Diabetes

Insulin spielt bei der Entstehung von Diabetes mellitus eine entscheidende Rolle. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) von Menschen mit Diabetes produziert entweder gar kein oder zu wenig Insulin oder es liegt eine Insulinresistenz vor: Bei einer Insulinresistenz wird zwar Insulin gebildet, die Körperzellen reagieren jedoch nicht mehr auf die Signalwirkung des Insulins, sodass sie die Glukose nicht verarbeiten können. Die im Blut befindliche Glukose aus der Nahrung kann also nicht mehr in die Körperzellen gelangen. Die Glukose verbleibt im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt nach und nach.

Ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel führt zu unterschiedlichen Folgeschäden. Weil Glukose als Energieträger nicht mehr zu Verfügung steht, werden andere Energieträger freigesetzt – zum Beispiel Fettsäuren und körpereigenes Eiweiß. In der Folge wird beispielsweise der Fettstoffwechsel gestört: Fett lagert sich in den Gefäßwänden ab und kann dort zu Schäden führen. Der hohe Blutzuckerspiegel bewirkt, dass vermehrt Glukose mit dem Harn ausgeschieden wird. Dadurch, dass die Glukose im Blut zu Gefäßschäden führt, werden bei Diabetes beispielsweise die Netzhaut, die Nieren und die Nerven in Mitleidenschaft gezogen.

Jemand setzt sich eine Spritze in den Bauchraum.

Typ-1-Diabetiker müssen Insulin spritzen.

Bei Diabetes Typ 1 werden die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse nach und nach zerstört.

Bei einem Typ-2-Diabetes reagieren die Zellen nicht oder nicht mehr ausreichend auf das Insulin – sie werden gegen Insulin resistent. Obwohl eigentlich recht viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird, reicht bei Diabetes mellitus Typ 2 die Menge dennoch nicht aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Damit der Blutzuckerspiegel nicht weiter steigt, stellt die Bauchspeicheldrüse noch mehr Insulin her. Dies belastet die Inselzellen so stark, dass sie nach Jahren schließlich erschöpfen.

Überzuckerung und Unterzuckerung

Eine Über- oder Unterzuckerung kann vor allem bei Diabetes mellitus auftreten. Bei einer akuten Überzuckerung ist zu wenig Insulin vorhanden, das die im Blut befindliche Glukose in die Zellen transportieren kann, oder aber die Zellen sind gegen die Wirkung des Insulins resistent. Beschwerden bei einer Überzuckerung sind beispielsweise Müdigkeit, Durst, vertiefte Atmung und Bewusstlosigkeit.

Eine Unterzuckerung entsteht häufig, wenn ein Typ-1-Diabetiker zu viel Insulin gespritzt hat, aber auch nach übermäßigem Alkoholkonsum, da dieser die Bildung von Glukose in der Leber hemmt. Sie äußert sich durch Symptome wie Angstgefühle, Schweißausbrüche, Zittern, Hunger, Übelkeit und Bewusstseinsstörungen.






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